Haftstrafe einfach nicht angetreten: Polizei nimmt verurteilten Vergewaltiger fest

Saarlouis: Polizeieinsatz am gestrigen Dienstag in Saarlouis. Am Abend nehmen Einsatzkräfte der Fahndungs- und Aufklärungseinheit Straßenkriminalität (FASt) der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt gemeinsam mit Beamten der Zielfahndung des Landespolizeipräsidiums einen per Haftbefehl gesuchten Mann im Stadtteil Roden fest. Ab Juli stand der 36 Jahre alte polizeibekannte Mann wegen Vergewaltigung und anderer Sexualdelikte vor dem Landgericht Saarbrücken.

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Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bei Prozessbeginn: Er soll seine Ex-Freundin mehrfach körperlich misshandelt und vergewaltigt haben. Der Angeklagte, der während der Verhandlung auf freiem Fuß bleibt, wird im August zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Die Haft tritt er jedoch nicht an und versteckt sich nach der Verurteilung an unbekannten Orten, um seiner Festnahme zu entgehen.
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Unglaublich: Familienangehörige und Bekannte unterstützen den Vergewaltiger bei seinem Versteckspiel aktiv. Seit Anfang November suchen Beamten der Fahndungs- und Aufklärungseinheit Straßenkriminalität zusammen mit Zielfahndern nach dem Mann.
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Die Experten der Zielfahndung setzen bei ihren Ermittlungen auf verdeckte Maßnahmen und können damit auch untergetauchte Zielpersonen aufspüren. So kann letztlich herausgefunden werden, dass sich der Gesuchte aktuell bei einem Bekannten in Roden versteckt hält. Doch selbst, als die Beamten an dem Anwesen auftauchen, gibt sich der Mann noch nicht geschlagen:
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Beim Betreten und Absuchen der Wohnung durch die Einsatzkräfte versucht sich der 36-Jährige der Festnahme zu entziehen, indem er sich in einem Nebenraum unter einem Bett versteckt. Nützt alles nichts: Der Flüchtige wird gefunden und festgenommen. Nach seiner Festnahme kommt er in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken auf die Lerchesflur, wo er nun seine mehrjährige Haftstrafe verbüßen wird.

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