Saarbrücken: Die anhaltende Hitzewelle fordert im Saarland offenbar weitere Menschenleben. Das Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg meldet jetzt einen ersten Hitzetoten im Haus. Am Sonntag ist dort Berichten zufolge ein Mann infolge der Hitze an Multi-Organ-Versagen verstorben. Mehr Informationen veröffentlicht die Klinik aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.
Bereits in der vergangenen Woche ist ein 69-Jähriger leblos in seinem Auto auf dem Großen Markt in Saarlouis aufgefunden worden (wir berichteten bereits). Laut Polizeiinspektion Saarlouis litt der Mann an mehreren Vorerkrankungen, die mitsamt der Hitze zum Tod führten. Ersthelfer und der alarmierte Rettungsdienst versuchten noch, den aus Völklingen stammenden Mann zurück ins Leben zu holen. Allerdings waren alle Rettungsversuche letztlich vergebens.
Auch aus dem Landkreis Neunkirchen wird ein möglicher Hitzetoter gemeldet. Wie ein Facharzt der Diakonie-Kliniken Neunkirchen der Saarbrücker Zeitung mitteilt, geht es um den kürzlichen Tod eines 29 Jahre alten Mannes. Bei dem Patienten sei allerdings noch nicht absolut gesichert festgestellt, ob der Tod auf die extreme Hitze zurückzuführen sei.
Fakt ist, dass die Spitzentemperaturen für eine heftige Erhöhung der Einsatzzahlen im saarländischen Rettungsdienst sorgt. Auch steigt die Zahl der Fälle, wo Freiwillige Feuerwehren die Notfallmediziner beim Retten von Patienten, etwa mithilfe von Drehleiterwagen, Schleifkorbtragen oder Muskelkraft, unterstützen müssen. Aber auch für die Feuerwehrleute selbst, die etwa zur Brandbekämpfung dicke Einsatzkleidung tragen müssen, stellt das Extremwetter eine massive Belastung dar. In den vergangenen Tagen sind mehrfach Helfer im Einsatz kollabiert und mussten danach selbst notfallmäßig behandelt werden. So ist ein Feuerwehrmann in der vergangenen Nacht bei einem Großeinsatz in Saarlouis zusammengebrochen.
