St. Wendel: Am heutigen Sonntagabend gegen 20 Uhr wird die Feuerwehr zu einem Zimmerbrand in einem Geschäft in der St. Wendeler Innenstadt alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der Bahnhofstraße schlägt den Helfern eine starke Rauchentwicklung aus den Geschäftsräumen entgegen. Die Feuerwehr verschafft sich umgehend Zugang zum Gebäude und leitet die Brandbekämpfung unter Atemschutz ein. Parallel zu den Löschmaßnahmen werden die Bewohner des ersten und zweiten Obergeschosses des Wohn- und Geschäftshauses evakuiert. Insgesamt werden zwei Personen aus dem Gebäude gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Betreuung übergeben. Außerdem kann die Feuerwehr eine Katze retten und ihren Besitzern übergeben.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr kann der Brand bald unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Im weiteren Einsatzverlauf wird das gesamte Gebäude belüftet. Die Wohnräume oberhalb der betroffenen Geschäftseinheit bleiben trotz des Brandes weiterhin bewohnbar. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die zuständige Polizei hat bislang noch nicht die Öffentlichkeit informiert.
Der Einsatz der Feuerwehr wird nach etwa anderthalb Stunden beendet. Neben dem Löschbezirk St. Wendel-Kernstadt der Feuerwehr und dem Rettungsdienst ist auch die Polizei, der Energieversorger sowie die Notfallseelsorge vor Ort. Die Feuerwehr hebt hervor, dass es im Einsatz zu Verzögerungen gekommen ist, weil Anwohner trotz mehrfacher Aufforderung zunächst nicht ihre Türen geöffnet haben. Dadurch haben sich die betroffenen Personen unnötig in Gefahr gebracht. Zudem ist es an der Einsatzstelle zu einem erhöhten Personenaufkommen gekommen, mehrere Passanten haben sich unmittelbar im Gefahrenbereich aufgehalten.
Auch im Umfeld der Einsatzstelle ist es zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr gekommen: Unter anderem haben Verkehrsteilnehmer an einer nahegelegenen Kreuzung trotz grüner Ampel angehalten, um das Einsatzgeschehen zu beobachten. Foto: Tobias Horras / Feuerwehr St. Wendel
