Hochwasser, Baustelle und Unfall: In Saarbrücken aktuell Verkehrschaos!

Saarbrücken: Wer am heutigen Mittwochmorgen mit dem Fahrzeug in der Landeshauptstadt unterwegs ist, muss starke Nerven beweisen. Massive Regenfälle in der vergangenen Nacht haben den Pegel der Saar innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen lassen. Deshalb ist die Stadtautobahn in den Morgenstunden nicht mehr befahrbar: Das Hochwasser erreicht die Fahrbahn, zwischen den Anschlussstellen der Wilhelm-Heinrich-Brücke und Bismarckbrücke ist die A 620 aktuell voll gesperrt.

Verschärfend hinzu kommt eine Baustelle im morgendlichen Berufsverkehr: Zwischen den Anschlussstellen Gersweiler und dem Messegelände werden wegen dringender Bauarbeiten in beiden Fahrtrichtungen die Überholspuren gesperrt. Diese Arbeiten sollen eigentlich um 6.30 Uhr beendet sein, dauern aber zwei Stunden länger als geplant. Ganz aktuell kommt es auch noch zu einem Unfall zwischen der Malstatter Brücke und dem Messegelände. Wie immer, wenn es zu Problemen auf der Stadtautobahn kommt, verlagert sich der Verkehr auf die B 51 auf der gegenüberliegenden Saarseite.

Und wie immer geht auch das nicht lange gut: Im Innenstadtbereich geht momentan überhaupt nichts mehr, alle Zufahrtsstraßen in die City sind massiv verstopft. Wer aus Richtung Saarlouis in die Landeshauptstadt fährt, steht bereits ab Völklingen im Stau. Von dort an dauert es etwa eine Stunde in die Saarbrücker Innenstadt.

Wer aus Richtung Homburg kommt, muss sich auf Staus ab dem Autobahndreieck Saarbrücken einrichten. Das kostet Verkehrsteilnehmer mindestens eine halbe Stunde Lebenszeit. Verantwortlich für das aktuelle Saar-Hochwasser ist der ehemalige Hurrikan Danielle. Der sorgt derzeit im Saarland vielerorts für Dauerregen. Der Deutsche Wetterdienst hat gestern daher eine entsprechende Warnmeldung herausgegeben.

Die Experten gehen von Regenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter aus. Überschwemmungen werden demnach nicht nur an der Saar, sondern auch an der Blies, an der Prims und am Losheimer Bach erwartet.

Weiter nach der Werbung