Ist ein Akku schuld? Explosion erschüttert Wohnhaus in Lebach

Lebach: Heftige Explosion am heutigen Donnerstagabend in Lebach. Kurz nach 20 Uhr gibt es einen gewaltigen Knall in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Tholeyer Straße. Im Erdgeschoss des Gebäudes befand sich früher ein Elektrofachgeschäft, das aber seit mehreren Jahren den Betrieb eingestellt hat.

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Jetzt lagern dort nur noch Trödelartikel. Bei der Explosion fliegt die Schaufensterscheibe in zahllosen Splittern meterweit bis auf die Straße, glücklicherweise sind gerade keine Fußgänger unterwegs. Im rückwärtigen Bereich des Gebäudes reißt es die Fenster aus den Angeln. Die beiden Hausbewohner berichten: „Wir waren gerade im oberen Stockwerk, als es geknallt hat. Wir dachten, dass ein Auto ins Haus gefahren ist.“
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Die beiden Senioren flüchten ins Freie, noch bevor die ersten Einsatzkräfte eintreffen. Der Rettungsdienst schickt einen Notarzt und einen Rettungswagen der DRK-Wache Lebach, dazu einen zweiten Rettungswagen aus Heusweiler. Die Feuerwehr rückt mit rund 50 Einsatzkräften aus den Löschbezirken Lebach, Landsweiler, Knorscheid und West sowie der Kleiderkammer Thalexweiler an. Ein Feuerwehrsprecher:
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„Bei unserem Eintreffen war offenes Feuer und dichter Rauch zu sehen. Die Flammen konnten im Innenangriff mit Wasser abgelöst werden.“ Ob am Gebäude Einsturzgefahr besteht, muss jetzt geprüft werden. Auch die Polizeiinspektion Lebach ist mit mehreren Kommandos vor Ort, hat die Straße abgesperrt und erste Ermittlungen zur Explosionsursache aufgenommen. Der Hausbewohner vermutet:
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„Ich hatte im Erdgeschoss eine Fernbedienung für einen Modellflieger gelagert. Möglicherweise ist der Akku überhitzt. Einen Gasanschluss hat das Gebäude nicht.“ Trotzdem sind Einsatzkräfte des Energieversorgersvor Ort, um alle Anschlüsse zu überprüfen. Die Einsatzstelle wird noch einige Zeit lang voll gesperrt bleiben. Die Ermittlungen laufen.

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