Jugendlicher in St. Ingbert niedergestochen: Polizei nimmt zwei Brüder (15 und 17) fest

St. Ingbert: Dieser Streit hätte beinahe ein tödliches Ende genommen! St. Ingbert am vergangenen Freitag. Am Abend sind nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei zwei Gruppierungen von insgesamt etwa zehn Jugendlichen und Heranwachsenden in der Innenstadt unterwegs. Gegen 18.40 Uhr treffen die beiden Gruppen auf dem Parkplatz hinter der Stadthalle aufeinander. Es kommt aus bislang unklarer Ursache zunächst zu einem nur verbal ausgetragenen Streit. Doch es bleibt nicht nur bei bösen Worten, schnell entwickelt sich eine handgreifliche Auseinandersetzung.

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Während der Schlägerei zieht einer der Jugendlichen plötzlich ein Messer. Er sticht auf seinen Kontrahenten ein, verletzt ihn am Oberkörper. Auch ein zweiter Jugendlicher beteiligt sich an dem Messerangriff, möglicherweise durch Festhalten des Opfers. Der angegriffene Jugendliche sackt blutend zusammen, jemand wählt den Notruf. Polizei und Rettungsdienst eilen zum Ort des Geschehens. Das Opfer wird mit schweren Verletzungen im Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort muss der Jugendliche sofort notoperiert werden. Mittlerweile ist er außer Lebensgefahr.
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Auch die Polizei trifft nach wenigen Minuten am Tatort ein. Da sind die mutmaßlichen Täter aber bereits zu Fuß von dem Parkplatz geflüchtet. Die Beamten lösen eine Nahbereichsfahndung aus, an der sich auch alle verfügbaren Einsatzkräfte der umliegenden Dienststellen beteiligen. Am Tatort gibt es Hinweise darauf, um wen es sich bei den Angreifern handeln soll: Es geht um einen 17 Jahre alten St. Ingberter mit syrischem Pass. Er soll mit dem Messer zugestochen haben. Der zweite Jugendliche, der ihm dabei geholfen haben soll, ist der jüngere Bruder des mutmaßlichen Angreifers.
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Er ist erst 15 Jahre alt. Auch das Opfer, ein 17 Jahre alter Jugendlicher, der in St. Ingbert wohnt, ist syrischer Herkunft. Es gelingt Kräften der Polizeiinspektion St. Ingbert, die beiden mutmaßlichen Täter kurz nach der Tat im Haus ihrer Eltern aufzugreifen und festzunehmen. Nachdem die Staatsanwaltschaft Saarbrücken einen Haftbefehl wegen eines versuchten Totschlags oder Mordes beantragt hat, wird der 17-jährige mutmaßliche Messerstecher am Samstag einem Haftrichter vorgeführt. Der ordnet Untersuchungshaft an und lässt den Jugendlichen in die JVA nach Ottweiler einliefern.

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