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Klinik Wadern soll dicht gemacht und abgerissen werden

Wadern: Die Marienhaus-Unternehmensgruppe wird ihre Klinik St. Elisabeth zum Ende des Jahres dicht machen, wie das Unternehmen heute mitgeteilt hat. Grund sind wirtschaftliche Gründe: Das Krankenhaus fährt jedes Jahr ein Defizit in Millionenhöhe ein. Betroffene Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit nicht gekündigt, sondern in anderen Einrichtungen des Unternehmens unterkommen. Die Beschäftigten wurden heute Morgen von der Unternehmensspitze bei einer Mitarbeiterversammlung über das Aus der Klinik informiert. Das Krankenhaus beherbergt unter anderem eine chirurgische und eine innere Abteilung. Das Klinikgebäude soll abgerissen werden und einem Neubau weichen. Dort soll, so erläutert Klaus-Peter Reimund die Pläne des Trägers, ein Senioren-Quartier entstehen – in direkter Nachbarschaft und unter Einbeziehung des Alten- und Pflegeheims St. Maria, das gleichzeitig erweitert wird. Dazu soll es eine Tagespflege, eine Sozialstation, Arztpraxen und seniorengerechte Wohnungen geben. Speziell ausgebildete Pflegekräfte sollen die Hausärzte der Region unterstützen und entlasten, etwa bei der Versorgung chronisch kranker Menschen. Das Krankenhaus Losheim mit den Abteilungen Konservative Orthopädie und Innere Medizin, das mit der Waderner Klinik bislang eine Einheit bildet, soll erhalten bleiben und das Krankenhaus St. Josef in Hermeskeil soll möglicherweise die in Wadern wegfallenden Aufgaben übernehmen. Die nächsten Akutkliniken für Waderner Büger sind das Krankenhaus in Losheim 17 Kilometer entfernt und die Klinik in Hermeskeil 16 Kilometer entfernt. Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) will nun bei der gerade laufenden Krankenhausplanung für die Zeit von 2018 bis 2025 das medizinische Angebot im Nordsaarland neu ausrichten. Die Gründung der Klinik Wadern geht auf Mutter Rosa Flesch, die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, zurück.

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