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Mann bei Unfall von Rohr durchbohrt, Polizei verfolgt Verkehrsrowdies

Saarlouis: Schwerer Verkehrsunfall am Mittag auf der A 620! Am Dienstag kracht es gegen 11.55 Uhr auf der Überholspur der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Ensdorf und Wadgassen in Fahrtrichtung Saarbrücken. Zwei Autos kollidieren miteinander, wobei ein Wagen in die Leitplanke geschleudert und total beschädigt wird. Der 25 Jahre alte Beifahrer in diesem Auto wird eingeklemmt. Bei dem Unfall reißt ein 60 Millimeter dickes Metallrohr der Schutzvorrichtung ab und verkeilt sich mit dem Fahrzeug. Das Metallrohr bohrt sich durch die Lüftungsschlitze in den Fahrzeuginnenraum bis zur Rücksitzbank. Der Beifahrer wird von dem Rohr durchbohrt.

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Das Dach des Wagens muss mit technischem Gerät abgetrennt und das Rohr vorsichtig entfernt werden. Danach kommt der Verletzte mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Er erleidet schwerste, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Der Fahrer des vorausfahrenden Wagens sowie der Unfallfahrer und ein weiterer Mitfahrer im auffahrenden Auto werden nur leicht verletzt. Alle kommen in umliegende Krankenhäuser. Im Einsatz ist unter anderem der luxemburgische Rettungshubschrauber Air Rescue, der auf der Fahrbahn landet.
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Auch das DRK ist mit zwei Notärzten, drei Rettungswagen und der Stauhelferstaffel vor Ort. Von der Polizei sind Beamte der Inspektion Saarlouis sowie des zentralen Verkehrsdienstes West im Einsatz. Die Autobahn ist bis circa 15.30 Uhr voll gesperrt. Die Polizei berichtet, dass vier Fahrzeuge die Rettungsgasse blockieren. Ein Fahrzeug kommt den Einsatzkräften sogar entgegen der Fahrtrichtung als Geisterfahrer entgegen.
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Neun Fahrzeuge verlangsamen ihre Geschwindigkeit auf der Gegenfahrspur stark, um das Unfallgeschehen zu beobachten. Die Fahrer dieser Fahrzeuge erwarten nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

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