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Mann wird von Zug überrollt, bleibt völlig unverletzt und flüchtet dann zu Fuß

St. Ingbert: Es klingt wie ein verrückter Aprilscherz, ist aber tatsächlich so passiert. Gegen 13 Uhr ist ein Güterzug auf der Bahnstrecke Mannheim – Saarbrücken unterwegs. In Höhe einer Brücke, die über die Untere Kaiserstraße im Stadtteil Rentrisch führt, sieht der Lokführer plötzlich eine Person in den Gleisen liegen! Der Zug macht eine Notbremsung, der Lokführer informiert die Leitstelle der Deutschen Bahn. Von dort aus wird die Rettungskette in Gang gesetzt. Bundespolizei, Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst eilen zum Ort des Geschehens. Und erleben ein kleines Wunder: Die Person in den Gleisen hat genau mittig zwischen den Schienen gelegen, als der Zug ihn überrollte und ist offenbar völlig unverletzt geblieben.

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Doch plötzlich springt der Mann im Gleis auf und läuft entlang der Schienen davon! Beamten der Bundespolizei gelingt es kurze Zeit später, die Person aufzugreifen. Sie wird vom Notarzt untersucht und ist tatsächlich körperlich völlig unverletzt. Allerdings befindet der Mann sich in einem psychischen Ausnahmezustand und hat die Folgen seines Handelns nicht absehen können.
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Weil er in diesem Zustand nicht sich selbst überlassen werden kann, wird er vom Rettungsdienst in eine psychiatrische Einrichtung nach Saarbrücken gebracht. In der Zwischenzeit wird der Gleisabschnitt zwischen St. Ingbert und Saarbrücken voll gesperrt. Der Regionalexpress 1 und die Regionalbahn 70 werden über andere Streckenabschnitte umgeleitet, es kommt zu Verspätungen.
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Die Regionalbahn 68 fällt zwischen Saarbrücken und Würzbach komplett aus, die Züge beginnen und enden in Würzbach. Der Lokführer des Güterzugs erleidet einen Schock. Ob er den Zug weiterfahren kann oder ein Ersatzfahrer zum Ort des Geschehens gebracht werden muss, ist noch unklar. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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