„Meinen Führerschein hat schon die Polizei Merzig“: Absolut fahruntüchtige Seniorin gestoppt

Weiskirchen: Am gestrigen Mittwochabend gegen 21.30 Uhr meldet sich eine Autofahrerin bei der Polizei in Wadern und teilt mit, dass sie gerade im Weiskircher Ortsteil Rappweiler hinter einem Wagen fährt, der sehr unsicher geführt wird. Mal fährt das Auto in Schlangenlinien und in den Gegenverkehr, dann furchtbar langsam mit etwa 15 Kilometern pro Stunde, dann wieder bleibt der Wagen einfach grundlos mitten auf der Straße stehen.

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An einer Kreuzung, so die Anruferin, hat das Auto einfach mehrere Minuten angehalten, obwohl weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen gewesen ist. Die Beamten bitten die Anruferin, an dem Fahrzeug dranzubleiben. Währenddessen kommt es zu etlichen Situationen, in denen der Gegenverkehr gefährdet wird. Unter anderem muss ein Radler stark abbremsen, um einen Unfall zu verhindern. In einer Einbahnstraße in Losheim trifft die Polizei schließlich auf den Wagen. Fahrerin ist eine 65-jährige Losheimerin, die sich im Auto eingeschlossen hat.
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Als sie die Fahrerscheibe ein kleines Stück öffnet, schlägt den Beamten auch schon ein starker Alkoholgeruch entgegen. Als die Polizisten nach ihrem Führerschein fragen, antwortet die Dame, dass den die Polizei in Merzig hat. Danach bricht sie das Gespräch ab und versucht mehrfach, ihren Wagen zu starten und rückwärts wegzufahren. Um dies zu verhindern, schlägt ein Polizeibeamter die Beifahrerscheibe des Autos ein, öffnet die Beifahrertür, beugt sich ins Fahrzeuginnere und zieht den Zündschlüssel ab.
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Danach kann die Frau nur unter Anwendung von körperlicher Gewalt mit mehreren Einsatzkräften aus ihrem Fahrzeug herausgeholt werden, weil sie sich massiv zur Wehr setzt. Ein Atemalkoholtest ergibt einen Wert im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit, bei Autofahrern sind das 1,1 Promille. Deshalb wird der 65-Jährigen auf der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen. Jetzt erwarten die Frau mehrere Strafanzeigen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Widerstands gegen Polizeibeamte.

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