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Mit Haftbefehl gesuchter Mann will in Urlaub fliegen: Handschellen statt Wallachei

Köln: Statt in der Wallachei landet ein Mann am vergangenen Freitag auf einer Polizeidienststelle. Am Nachmittag fahren der Mann und seine Freundin zum Konrad-Adenauer-Flughafen Köln/Bonn in Nordrhein-Westfalen, um zu verreisen. Sie wollen gegen 15 Uhr gemeinsam nach Craiova in die rumänische Wallachei fliegen. Zuvor werden sie von Beamten der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin einer grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle unterzogen. Die Polizisten schicken die Daten der beiden durch den Fahndungscomputer und werden schnell fündig: Gegen den 36 Jahre alten Mann liegt ein Fahndungsersuchen vor. Das Landespolizeipräsidium Saarbrücken hat den deutschen Staatsangehörigen zur Festnahme ausgeschrieben. Er hat sich zuvor geweigert, eine Geldbuße in Höhe von 1050 Euro zu bezahlen. Jetzt soll er ersatzweise eine Haftstrafe absitzen.

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Im Flughafengebäude eröffnen die Beamten dem 36-Jährigen daher den Haftbefehl, er wird über seine Rechte belehrt. Der Fall könnte ganz einfach geklärt werden, indem der Mann den offenen Betrag an Ort und Stelle bezahlt. Stattdessen macht er eine Riesenszene und legt er ein aggressives Verhalten gegen die Polizisten an den Tag, sodass er mit Gewalt abgeführt und zur Dienststelle mitgenommen werden muss.
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Dort leistet der Festgenommene weiter massiven Widerstand gegen die Beamten, dazu bedroht und beleidigte er die Polizisten aufs Übelste. Die mitreisende Freundin ist schließlich in der Lage, die offene Summe aufzutreiben und zu begleichen. Nachdem gegen den Mann kein Haftgrund mehr vorliegt, kann er die Dienststelle am frühen Abend verlassen.
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Aufgrund seines Verhaltens erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ob er und seine Reisebegleitung ihren Flieger in die Wallachei noch bekommen haben, teilt die Polizei leider nicht mit.

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