Nach mehr als 1.000 Kilometern Flucht: Gesuchter Saarbrücker in Belgien verhaftet

Saarbrücken: Sie haben ihn! Nach tagelanger bewaffneter Flucht haben Polizeibeamte den seit vergangenen Montag gesuchten Chistian C. (32) aus Saarbrücken jetzt festnehmen können. Der Mann hatte am Montag voriger Woche zunächst ein Auto in Kleinblittersdorf geklaut, dann eine Tankstelle in Spiesen-Elversberg ausgeraubt und schließlich das Haus seiner Eltern in Saarbrücken angezündet. Anschließend war der Gesuchte aus dem Saarland zunächst nach Rheinland-Pfalz geflüchtet, wo er die Firma anzündete, bei der er gearbeitet hatte.

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Anschließend floh er mit dem geklauten Auto weiter und tauchte erst wieder in Bayern auf. Dort überfiel er wieder eine Tankstelle, baute kurze Zeit später mit dem Fluchtwagen einen Unfall. Doch statt aufzugeben, klaute er einfach den Wagen eines Ersthelfers und flüchtete damit in Richtung tschechischer Grenze. In Tschechien überfiel er dann einen Obi-Baumarkt, danach verlor sich seine Spur.
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Bis jetzt. Am heutigen Montagnachmittag meldet die Saar-Polizei: Der Gesuchte konnte im Rahmen eines Polizeieinsatzes festgenommen werden. Allerdings nicht im tschechischen Eger, wo die Behörden zuletzt auf der Spur des Saarländers waren. Sondern mehr als 500 Kilometer entfernt in Belgien! Wie die Behörden dort schließlich auf den Gesuchten aufmerksam geworden sind, teilt die Saar-Polizei nicht mit.
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Möglicherweise war sein letzter bekannter Fluchtwagen, ein weißer Opel Combo mit Kennzeichen aus Bayern, zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Fest steht jedoch, dass die Behörden im Saarland nun alles daran setzen werden, den Mann so schnell wie möglich ausgeliefert zu bekommen. Die Ermittler haben die ein oder andere Frage an den Saarländer. Der wird sich wegen mehrfachen Raubes, Verkehrsunfallflucht und schwerer Brandstiftung vor einem Gericht verantworten müssen und vermutlich zunächst einmal in Untersuchungshaft landen.

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