Neunkircher Gasometer wird am Sonntag gesprengt

Neunkirchen: Jetzt steht es fest. Der Gasometer auf dem Neunkircher Hüttenareal, der einem neuen Globus-Markt weichen muss, wird am kommenden Sonntag gesprengt. Voraussichtlich zwischen zehn Uhr und zwölf Uhr soll das bereits seit einigen Wochen nicht mehr in Betrieb befindliche Industriebauwerk fallen. Wichtig war den Verantwortlichen, dass vor einer Sprengung ein Wanderfalke, der am Gasometer brütete, mitsamt seiner Brut sein Nest mittlerweile verlassen hat. Spezialfirmen haben alles für die Sprengung vorbereitet, es muss nur noch das Wetter mitspielen. Das Interesse am Neunkircher Gasometer ist sehr groß, was die Diskussionen um den Abriss gezeigt haben.

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Aufgrund der geltenden Corona-Verordnungen bitten die Verantwortlichen allerdings darum, sich die Sprengung nicht aus unmittelbarer Nähe anzuschauen. Menschenansammlungen sollen auf jeden Fall vermieden werden. Rund um den Turm gibt es einen Sperrkreis von 300 Metern. Daher werden die Königsbahnstraße, die Saarbrücker Straße und der Mündungsbereich der Bildstocker Straße ab acht Uhr bis zur Freigabe nach der Sprengung voll gesperrt. Absperrposten und Wärmebildkameras werden sicherstellen, dass sich keine unbefugten Personen innerhalb dieser Gefahrenzone aufhalten.
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Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass auch der Hüttenpark II nicht für Zuschauer zur Verfügung steht. Da der Gasometer ohnehin weit zu sehen ist, haben viele Bewohner der Innenstadt von zuhause aus den besten Blick auf das Ereignis. Darüber hinaus organisiert die Kreisstadt Neunkirchen einen Livestream via Facebook und YouTube, der über www.neunkirchen.de abgerufen werden kann. So hat jeder ganz bequem von zuhause aus die Möglichkeit, die Sprengung live mitzuerleben, ohne sich einem Ansteckungsrisiko auszusetzen.
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Vor der Sprengung wird der Sprengmeister ein erstes Signal zur Warnung und zum Vertreiben von Tieren absetzen. Es folgt ein weiteres Doppelsignal, das die Sprengung ankündigt, und dann fällt zuerst die Treppenanlage und danach der Deckel mitsamt der stählernen Außenhülle. Zum Abschluss gibt der Sprengmeister ein dreimaliges kurzes Signal zur Entwarnung.

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