Opfer stach auf ihn ein: Verletzter Räuber muss Notruf wählen

Nonnweiler: Am gestrigen Samstagabend gegen 19.30 Uhr verabredet sich ein 24 Jahre alter Mann aus dem rheinland-pfälzischen Zweibrücken mit einer 26 Jahre alten Frau aus Nonnweiler. Die beiden wollen in einem Waldstück bei Nonnweiler einen Spaziergang machen. Plötzlich wird der 24-Jährige von hinten angegriffen. Ein unbekannter Mann schlägt dem Pfälzer mehrfach mit einem Holzstiel auf den Kopf.

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Dann fordert er die Herausgabe von Wertgegenständen wie der Geldbörse und dem Handy des Opfers. Dazu kommt es allerdings nicht. Zufällig hat der angegriffene Zweibrücker ein Messer bei sich. Er zieht die Waffe, um einen weiteren Angriff des Räubers abzuwehren. Der Angreifer wird durch einen Stich oder einen Schnitt verletzt und flüchtet daraufhin zu Fuß vom Tatort.
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Der überfallene Mann wird mit Kopfverletzungen vom alarmierten Rettungsdienst zunächst vor Ort versorgt und dann mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert. Auch die Polizeiinspektion Nordsaarland in Wadern wird alarmiert und leitet umgehend eine Nahbereichsfahndung nach dem Angreifer ein. Die Suche nach dem Täter verläuft zunächst jedoch ergebnislos.
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Etwa zweieinhalb Stunden nach dem Angriff, gegen 22 Uhr, geht dann ein Notruf bei der Polizei ein. Am anderen Ende der Leitung ist ein 31 Jahre alter Mann aus Nonnweiler. Er gibt bereits am Telefon zu, dass er für den Überfall am Abend verantwortlich ist und gibt an, dass er aufgrund seiner erlittenen Verletzungen Hilfe benötigt. Der 31-Jährige muss mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Trier eingeliefert und dort behandelt werden.
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Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wird bei dem Mann eine Blutprobe entnommen, weil der Verdacht der Beeinflussung durch Alkohol, Drogen oder Medikamente besteht. Gegen den Mann wird ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten schweren Raubes eingeleitet.

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