Patient sorgt sich um Haustiere: Klinik und Polizei kümmern sich um Fischfütterung

Saarbrücken: Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen, gerade während der momentanen Corona-Krise. Das müssen am gestrigen Freitag auch die Beamten der Polizeiinspektion Sulzbach feststellen, die plötzlich als Tierretter tätig werden müssen. Alles beginnt damit, dass sich gegen Mittag ein Mitarbeiter eines Saarbrücker Krankenhauses telefonisch bei der Polizeidienststelle in der Gärtnerstraße in Sulzbach meldet. Er erklärt den verdutzten Beamten, im Namen eines Patienten anzurufen, der sich derzeit aufgrund einer Corona-Erkrankung stationär in dem Krankenhaus befindet und dieses nicht verlassen kann. Das Problem: Leider hat der Patient niemanden gefunden, der sich während des Krankenhausaufenthalts um seine Fische kümmern kann. Die hält der Mann zuhause in einem Aquarium.

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Wie der Klinikmitarbeiter schildert, ist der Patient jetzt sehr verzweifelt und voller Sorge um seine Tiere. Nun können Fische schon mehrere Tage lang ohne Nahrung überleben, schließlich schwimmt in der freien Natur auch nicht jeden Tag etwas Fressbares vorbei.
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Aber irgendwann brauchen sie natürlich ihr Futter. Ansonsten können Aquarien auch längere Zeit wartungsfrei betrieben werden. Dort setzen sich dann zwar meist Algen an den Scheiben fest und das Wasser kann modrig riechen, aber die Fische überleben das. Die Polizisten entscheiden sich, dem kranken Mann sofort zu helfen. Zunächst besorgen sich die Beamten einen Schlüssel zu der Wohnung des Betroffenen.
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Mit dem fahren zwei Polizisten in den Saarbrücker Stadtteil Dudweiler und können dort die Wohnung des Patienten betreten. Wie beschrieben finden die Beamten das besagte Aquarium vor, in dem völlig unbeschadet die Fische des Corona-Patienten schwimmen. Dann beginnt die „große Raubfischfütterung“. Nach getaner Arbeit ist der Einsatz für die Polizei beendet.

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