Polizei muss pro-israelische Demonstration in Saarbrücken vor Störern schützen

Saarbrücken: Im Rahmen der Gewalt in Israel und den Palästinensergebieten in den vergangenen Tagen gibt es auch in Deutschland immer wieder Protestaktionen. Auch im Saarland findet am heutigen Montagabend eine Protestveranstaltung statt. Von etwa 17 Uhr bis 18:00 Uhr gibt es vor der Europagalerie in Saarbrücken eine angemeldete und genehmigte Kundgebung zum Thema „Solidarität mit Israel! Hamas-Terror stoppen, Antisemitismus bekämpfen!“

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An der Kundgebung nehmen nach Angaben der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt rund 70 Menschen aus den  unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen teil. Während der Redebeiträge verschiedener Teilnehmer kommt es im Umfeld der Versammlung zu Störungen. So finden sich Einzelpersonen im Umfeld der Demonstration zusammen und unterstützen die palästinensische Position teils lautstark. Auch fünf als Clowns verkleidete Personen skandieren verbal aggressiv Sprüche und versuchen, die Veranstaltung mit Trillerpfeifen zu stören.
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Aus welchem politischen Spektrum die Störer stammen, teilt die Polizei nicht mit. Um ein Aufeinandertreffen der beiden Lager und Gefahren für die Solidaritätskundgebung für Israel zu verhindern, müssen die Beamten schließlich eingreifen. Gegen etwa 30 Personen aus zwei Gruppen werden Platzverweise erteilt.
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Auch der Eingangsbereich der Europagalerie muss von den Polizeibeamten freigemacht werden, um Passanten und Einkäufern das Betreten der Galerie gefahrlos zu ermöglichen. Nachdem sich eine Ansammlung von kritischen Zuschauern trotz Aufforderung der Polizei nicht entfernt, wird deren Aufzug nach den geltenden Regelungen der Corona-Verordnung konsequent aufgelöst. Dabei werden gegen insgesamt acht Personen Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Corona-Verstößen eingeleitet. Zum Schutz der Versammlung sind rund 50 Beamte im Einsatz. Die Polizisten der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt werden dabei von Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützt.

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