Rodener Quartiersfest unterbrochen: SEK-Einsatz wegen lebensmüdem Mann

Saarlouis: Großeinsatz am heutigen Samstagabend im Saarlouiser Stadtteil Roden. Kurz vor 20 Uhr wird dort  ausgelassen gefeiert: Zahlreiche Menschen sind auf den für den Straßenverkehr gesperrten Platz geströmt, um am ersten Rodener Quartiersfest teilzunehmen.

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In Bierzelten und auf den Straßen stehen Dutzende Menschen, essen und trinken, machen Party. Plötzlich erscheint an einem der umliegenden Wohnhäuser an einem Fenster in einer der oberen Etagen ein Mann. Er befindet sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand und droht, vor den Augen der feiernden Menschen in die Tiefe zu springen.
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Jemand wählt den Notruf, sofort wird Großalarm ausgelöst. Zahlreiche Kommandos der umliegenden Polizeidienststellen rücken an und sichern den Platz ab. Die feiernden Menschen werden weggeschickt, auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bittet die Polizei, der Veranstaltung fernzubleiben. Ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes stehen bereit, um im Notfall schnell eingreifen zu können.
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Die Freiwillige Feuerwehr  rückt zum Ort des Geschehens aus, hält ihren Drehleiterwagen bereit und bläst ein Sprungkissen auf. Ein Kommando der Diensthundestaffel ist ebenfalls vor Ort. Dann treffen Elitebeamte des Spezialeinsatzkommandos aus Saarbrücken in Roden ein. Sie gehen mit schweren Waffen und einer Türramme in Position. Nach Angaben des Landespolizeipräsidiums gelingt es den Einsatzkräften schließlich, nach etwas mehr als einer halben Stunde den Mann zu überwältigen und zu sichern.
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Es wird offenbar niemand körperlich bei dem Einsatz verletzt. Dennoch wird der Mann im Rettungswagen von Sanitätern behandelt und anschließend in eine entsprechende Einrichtung verbracht. Mittlerweile sind die Sperrungen komplett aufgehoben und die Feierlichkeiten können weitergehen.

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