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Rollstuhlfahrer mit HIV und Tuberkulose greift Polizisten an

Neunkirchen: Vorgestern Mittag läuft eine Bahnangestellte zur Bundespolizei im Neunkircher Hauptbahnhof, weil ein Rollstuhlfahrer im Bahnhofsbereich aggressiv bettelt, beim Klauen in einem Kiosk erwischt wurde, randaliert und die Frau sexuell beleidigt hat. Die Beamten der Bundespolizei treffen den 53-Jährigen kurz nach der Meldung mit einer Sektflasche in der Hand auf dem Bahnsteig an und wollen ihn kontrollieren. Der Mann weigert sich, beschimpft die Beamten und wirft die Flasche nach ihnen. Einer der Polizisten kann einen Treffer am Kopf nur durch ein schnelles Ausweichmanöver verhindern. Die Beamten holen den Obdachlosen aus dem Rollstuhl und fixieren ihn am Boden. Nachdem sich der Mann beruhigt hat, wird er zur Polizeiwache gefahren, wo er munter weiter macht und die anwesenden Beamten auch hier beleidigt. Auf dem Revier wird die Identität des 53-Jährigen geklärt und es stellt sich heraus, dass der Mann trotz seines Rollstuhls durchaus gehen kann, denn er hat eine Prothese. Mehrfach wurde er bei der Polizei wegen Spuckangriffen auffällig, ist HIV-positiv, leidet an hochansteckender Tuberkulose und hat offensichtlich ganz erheblich dem Alkohol zugesprochen. Ein Atemalkoholtest zeigt 3,11 Promille an. Weil der Mann inzwischen beruhigt werden konnte, trägt er keine Handfesseln und schafft es, sich einen Stuhl zu greifen und ihn auf einen der Polizisten zu werfen. Der Beamte wird an der Schulter getroffen. Als man ihm nun doch Handschellen anlegt, setzt der Mann noch einen drauf und pinkelt die Dienststelle voll. Nach mehr als drei Stunden Einsatz wird der Mann vom Rettungsdienst in eine geschlossene Anstalt gebracht. Nach der Aktion muss die Polizeidienststelle von einem spezialisierten Reinigungsunternehmen gesäubert werden. Den Mann im Rollstuhl erwarten nun mehrere Anzeigen.

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