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Saarbrücker Elektronikmarkt schließt nach über 25 Jahren seine Pforten

Saarbrücken: Die Saarbrücker Filiale von Conrad Electronic in der Trierer Straße gibt seit einigen Tagen ein trauriges Bild ab. Wo sonst in der Hifi-Abteilung die Endstufen wummerten, verhängt nun eine große blaue Folie den Zugang. Und in der Abteilung für Bauelemente, wo sich sonst immer lange Schlangen am Schalter bildeten, herrscht gähnende Leere. Viele Regale des Elektronik-Fachmarkts sind leer geräumt, auf die meisten der übrig gebliebenen Artikel gibt es satte Rabatte. Der Grund für den Ausnahmezustand: Die Saarbrücker Filiale von Conrad Electronic wird für immer geschlossen. Einen neuen Standort im Saarland soll es nicht mehr geben. Wer auf der Internetseite des Elektronik-Riesen nach Beständen der Artikel in den Filialen sucht, findet Saarbrücken schon seit Wochen nicht mehr. Auch ein Versand von Online-Bestellungen in die Saarland-Filiale wird nicht mehr angeboten. Wann der Laden endgültig seine Pforten schließt, ist noch unklar. Aber dass es so kommt, ist sicher. 1991 hatte Conrad seinen ersten Laden in Saarbrücken eröffnet, damals noch in der Cecilienstraße. Dort startete Europas größtes Elektronik-Spezialversandhaus noch relativ bescheiden auf 250 Quadratmetern. Erst 1996 zog man in den neuen und größeren Markt in der Trierer Straße um, direkt gegenüber der damaligen Saargalerie. Das Personal wurde von 15 Mitarbeitern auf mehr als 40 Mitarbeiter zu Spitzenzeiten aufgestockt. Auf 1600 Quadratmetern Ladenfläche wurde alles angeboten, was mit Elektronik zu tun hatte – vom Lötzinn bis zum Modellflieger. Das Unternehmen wurde 1923 von Max Conrad in Berlin gegründet, seit 1946 liegt der Unternehmenssitz in Hirschau in der Oberpfalz. Gründersohn Werner Conrad und dessen Sohn Klaus bauten nach und nach den Versandhandel aus. In Deutschland gibt es nach der Saarbrücker Schließung noch 24 Filialen, die nächst gelegenen sind in Mainz, Frankfurt, Mannheim und Bonn.

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