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Saarbrücker nach Frankreich entführt, misshandelt und ausgeraubt

Saarbrücken: Nach einem brutalen Verbrechen im letzten Monat sitzen seit gestern, beziehungsweise heute, zwei Tatverdächtige hinter Schloss und Riegel. Das teilt das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mit. Der Fall: Am Montag, 25. September, wird ein 36 Jahre alter Deutscher gegen 19.15 Uhr von zwei Männern auf einem Parkplatz in St. Arnual überfallen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler treten die beiden Männer plötzlich an das Auto des Saarbrückers heran, bedrohen ihn unvermittelt mit einer Eisenstange und verschleppen ihn in seinem eigenen Wagen nach Frankreich! Dort sprechen die Täter dem Opfer gegenüber massive Drohungen aus und wenden schwerste Gewalt gegen den wehrlosen Mann an. Ihre Beute: Das Handy, ein Tablet und das Fahrzeug des Opfers. Mit dem Mann fahren sie zurück an den Ort des Überfalls und setzen das Opfer dort wieder aus. Aufgrund seiner Verletzungen muss der 36-Jährige stationär in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der geraubte Wagen wird vor drei Wochen am 6. Oktober in Kleinblittersdorf aufgefunden. Durch intensive Ermittlungen des Dezernats für Eigentumskriminalität kommt es schnell zu einem Tatverdacht gegen zwei Deutsche, von denen einer im französischen Saargemünd und einer in Saarbrücken wohnt. Die Hinweise verdichten sich so stark, dass ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Haftbefehl gegen die 34 und 45 Jahre alten Männer erlässt. Gestern Morgen werden die beiden in der Saarbrücker Innenstadt gesichtet und von der Polizei festgenommen. Im Rahmen anschließender Durchsuchungsmaßnahmen in Frankreich und Deutschland wird umfangreiches Beweismaterial aufgefunden. Nach Vorführung der beiden Tatverdächtigen gestern und heute (24.10.2017) vor dem Saarbrücker Bereitschaftsgericht werden die zwei in die JVA Saarbrücken gebracht, wo sie auf ihren Prozess warten.

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