Saarlouiser Ford-Werk wird zum Drive-In-Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle

Saarlouis: Vom Auto-Werk zum Drive-In-Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle! Auf dem Parkplatz der Ford-Werke in Saarlouis soll eine Drive-In-Teststation für das Coronavirus eingerichtet werden. Das hat der Saarlouiser Landrat Patrick Lauer (SPD) am heutigen Donnerstagnachmittag in Absprache mit dem Krisenstab entschieden. Seinen Betrieb aufnehmen soll die Einrichtung voraussichtlich am Dienstag. Das Gelände ist aus mehreren Grünen besonders für eine solche Einrichtung geeignet. Zum einen bieten die Mitarbeiterparkplätze riesige Verkehrsflächen. Zum anderen werden diese Flächen derzeit nicht gebraucht, weil Ford alle Werke in Kontinentaleuropa bis auf weiteres dicht gemacht hat. Zudem liegt das Gelände für Fahrzeuge extrem verkehrsgünstig direkt an der A 8 und der B 269, sodass es zu keinen Verkehrsstörungen kommt.

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Und zu guter Letzt gibt es auch keine Anwohner, die sich durch den Betrieb eines Testzentrums gestört oder verängstigt fühlen können, wie das in den letzten Tagen andernorts der Fall gewesen ist. Als Einrichtung an sich hat eine Drive-In-Station außerdem Vorteile gegenüber den bisherigen Anlagen für Fußgänger:
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Jeder kann in seinem Fahrzeug sitzenbleiben und kann so nicht die anderen Verdachtsfälle in der Warteschlange anstecken, die vielleicht gar nicht am neuartigen Corona-Virus erkrankt sind. Spätestens am Montag, möglicherweise aber auch schon am morgigen Freitag sollen die Aufbauarbeiten für die Anlage beginnen.
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Derzeit laufen bereits die ersten Vorbereitungen für die Drive-In-Einrichtung: Die Werkfeuerwehr der Ford-Werke hat eben Zufahrten zu den Parkplätzen mit Absperrgittern vom öffentlichen Verkehrsnetz getrennt.
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Damit soll sichergestellt werden, dass keine Fahrzeuge auf dem Gelände geparkt sind, wenn die Aufbauarbeiten des Testzentrums beginnen. Menschen aus dem gesamten Saarland können sich in der bislang einzigartigen Drive-In-Einrichtung testen lassen. Es wird wie in den bisherigen Testzentren eine Überweisung eines Arztes benötigt. Die erhalten Menschen mit Symptomen, die entweder mit einem bestätigten Corona-Erkrankten Kontakt hatten oder in einem der vom Robert-Koch-Institut benannten Risikogebiete unterwegs war.

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