Bel Air/Erlangen: Die Schauspiel-Legende Elke Sommer ist tot. Die gebürtige Berlinerin, die in Franken aufwuchs und es bis nach Hollywood schaffte, starb am gestrigen Mittwoch gegen 22 Uhr in ihrem Zuhause im kalifornischen Bel Air. Nach Angaben aus ihrem engsten Freundeskreis erlag die 85-Jährige nach langer Bettlägerigkeit einer Herzinsuffizienz. Am 5. November wäre sie 86 Jahre alt geworden.
Ihr Tod kommt nur wenige Monate nach dem ihres Ehemanns Wolf Walther, der am 22. Juli im Alter von 77 Jahren in Los Angeles an Krebs gestorben war. Seitdem ging es Elke Sommer laut ihrem Umfeld stetig schlechter. Ihr letzter Wille war es, im Familiengrab im fränkischen Marloffstein beigesetzt zu werden, wo bereits ihre Eltern ruhen.
Geboren wurde sie am 5. November 1940 in Berlin als Elke Schletz, einziges Kind des evangelischen Pfarrers Peter Schletz und seiner Frau Renate. 1942 wurde die Familie nach Niederndorf bei Herzogenaurach evakuiert, ihre Kindheit verbrachte sie in Erlangen. Mit 14 Jahren verlor sie ihren Vater. Eigentlich wollte sie Dolmetscherin werden, doch 1958 wurde sie in Viareggio zur Miss Viareggio gekürt. Regisseur Vittorio De Sica holte die junge Fränkin daraufhin nach Rom, sie nahm den Künstlernamen Sommer an.
Es folgten deutsche Filme wie „Das Totenschiff“ mit Horst Buchholz, 1962 dann der Sprung nach Hollywood. Für „Der Preis“ erhielt sie 1964 den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin, an der Seite von Peter Sellers spielte sie in der Pink-Panther-Komödie „Ein Schuß im Dunkeln“. Daneben veröffentlichte sie Schallplatten und malte unter dem Pseudonym E. Schwartz. Zu ihren Auszeichnungen zählen zwei Bambis und der Bayerische Verdienstorden.
Privat war Elke Sommer zweimal verheiratet: von 1964 bis 1981 mit dem Journalisten und Schriftsteller Joe Hyams, ab 1993 bis zu dessen Tod mit dem Hotelier Wolf Walther. Lange lebte sie abwechselnd in Los Angeles und in Marloffstein im Landkreis Erlangen-Höchstadt.


