Schon im Mai hinter Gitter: Quarantäne-Rebell wieder eingesperrt

Völklingen: Im Mai erlangte ein 55 Jahre alter Mann aus Völklingen traurige Berühmtheit. Weil er direkten Kontakt zu einem Corona-Patienten hatte, stand der Mann unter Quarantäne in dem Pflegeheim, in dem er lebt. Doch der Mann hielt sich nicht an die Aufforderung der Behörden, sich abzusondern. Mehrfach verließ er das Haus und nahm so in Kauf, dass er Mitmenschen anstecken könnte.

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Die Polizei musste ihn immer wieder in der Stadt suchen und ins Heim zurückbringen. Schließlich blieb den Behörden nichts anderes übrig, als den Mann bis zum Ende seiner Quarantänezeit wegzusperren. Der 55-Jährige kam als erster Quarantäne-Verweigerer ins Polizeigewahrsam nach St. Ingbert. Die Einrichtung wurde extra für solche Fälle vorgehalten. Gelernt hat der Mann aus seinem Ausflug hinter Gittern allerdings nichts. Momentan steht er wieder unter Quarantäne, weil er nun selbst positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist.
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Doch an die Anordnung des Ordnungsamtes, sich in seinem Zimmer abzusondern, hält er sich wieder nicht und verlässt sein Wohnheim. Die Polizei schwärmt daraufhin am heutigen Mittwochvormittag in der Innenstadt aus, um den Mann zu suchen. Schließlich meldet das Wohnheim gegen 10.45 Uhr, dass der 55-Jährige wieder aufgetaucht ist. Fünf Polizeikommandos fahren daraufhin zum Alloheim in die Bismarckstraße. Aus einem Streifenwagen springen mehrere Beamte, die sich schon im Vorfeld mit Schutzanzügen und Mund-Nasen-Schutz ausgerüstet haben.
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Sie holen den Mann aus dem Gebäude, bringen ihn mit einer gepackten Tasche zu einem Krankenwagen. Damit wird der Mann in eine Zwangsunterkunft nach Saarbrücken gefahren. Dort muss er nun bleiben, bis seine Quarantänezeit abgelaufen ist. Erst danach darf er sich wieder frei bewegen. Ein Behördensprecher: „Als die Kollegen den Mann abgeholt haben, zeigte er sich kooperativ.“

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