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Senior wollte Jobcenter in die Luft jagen: Das steckt hinter dem Einsatz in der Hafenstraße

Saarbrücken: Die Polizei hat weitere Details zu dem Vorfall am Saarbrücker Arbeitsamt bekannt gegeben. Demnach kommt am heutigen Dienstagvormittag gegen 10.45 Uhr ein 61-jähriger Mann aus Saarbrücken ins Jobcenter in der Hafenstraße und droht einer Mitarbeiterin gegenüber an, dass er mit einer Waffe und durch Herbeiführen einer Explosion großen Schaden in der Einrichtung anrichten wird. Dann verlässt er das Haus. Die Androhung ist laut Polizei offensichtlich eine Reaktion auf finanzielle Forderungen, die allerdings gar nicht vom Jobcenter gegen den Mann gerichtet worden sind. Nachdem der Mann das Jobcenter verlassen hat, setzt die Mitarbeiterin ihre Kollegen über den Vorfall in Kenntnis. Aufgrund der Ernsthaftigkeit der Drohung wird die Polizei alarmiert. Die Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt schreitet sofort und konsequent zur Tat.

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Das Gebäude in der Hafenstraße wird von zahlreichen Beamten umstellt, für den Fall, dass der Mann seine Drohungen wahrmachen sollte. Zum Schutz der Mitarbeiter des Jobcenters und zur Fahndung nach dem Mann sind rund 80 Beamte der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt, der Operativen Einheiten, der Hundestaffel und der Spezialeinheiten im Einsatz. Alle Maßnahmen finden in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen im Jobcenter statt.
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Gegen 15.15 Uhr kann der Einsatzleiter, Polizeidirektor Udo Schneider, Entwarnung geben. Der Gesuchte ist gefunden und vom SEK festgenommen worden. Im Anschluss werden die Wohnung des Mannes und Räumlichkeiten des Jobcenters überprüft, ohne dass gefährliche Gegenstände oder Waffen gefunden werden können.
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Der 61-jährige Saarbrücker wird sich nun wegen der Androhung von Straftaten einem Strafverfahren stellen müssen. Zudem werden auf ihn erhebliche Kosten für den Polizeieinsatz, den er ausgelöst hat, zukommen. Zudem wird eine ärztliche Bewertung des unverantwortlichen Handelns des Mannes erfolgen. Die Ermittlungen dauern noch an.

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