Sie saßen insgesamt schon über 30 Jahre im Knast: Vater und seine Söhne festgenommen

Großrosseln: Filmreife Szenen am Wochenende in Großrosseln! Bereits im vergangenen Dezember werden Zielfahnder der Polizei von der Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken mit der Fahndung und Festnahme dreier Ungarn beauftragt. Gegen sie bestehen europäische Haftbefehle der Behörden ihres Heimatlandes.

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Bei den Gesuchten handelt es sich um einen 50 Jahre alten Mann und seine beiden Söhne im Alter von 26 und 29 Jahren. Die Söhne haben bereits 10 Jahre, der Vater sogar schon 13 Jahre in Ungarn im Gefängnis verbracht. Außerdem muss der jüngste Sohn dort noch eine weitere Haftstrafe von 10 Jahren absitzen, den älteren Sohn erwarten 3 Jahre Knast, den Vater 5 Jahre. Ihre Taten in Ungarn reichen von schwerer Körperverletzung, versuchtem Mord, schwerem Raub und bandenmäßigen Einbrüchen bis hin zu organisierter Kriminalität. Die Familienmitglieder gelten als hochkriminell und gewalttätig. Den ungarischen Behörden liegen in den letzten Monaten Hinweise vor, dass sich die Familienmitglieder jetzt im Saarland aufhalten. Daraufhin heften sich die saarländischen Zielfahnder an die Fersen der Gesuchten.
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Mit Erfolg: Nach intensiven Ermittlungen gibt es Hinweise zu Aufenthaltsorten im Saarbrücker Stadtteil Altenkessel und dem Großrosseler Ortsteil Karlsbrunn. Am Freitag dann verdichten sich die Hinweise auf ein Wohnhaus in Karlsbrunn, in dem sich mindestens einer der Gesuchten aufhalten soll. Beim Betreten der Wohnung im ersten Stockwerk stehen die Polizeibeamten in der Wohnung plötzlich acht Ungarn gegenüber, darunter die drei Zielpersonen.
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Beim Erblicken der Beamten springt der 26-Jährige direkt aus einem offenstehenden Fenster aus etwa fünf Metern Höhe und kann zunächst zu Fuß entkommen. Nach rund einer Stunde wird er jedoch von Polizisten in einem Waldgebiet entdeckt und dingfest gemacht.
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Auch sie beiden anderen werden festgenommen. Noch am Freitagnachmittag werden die Ungarn beim Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt, anschließend in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken auf die Lerchesflur verbracht. Von dort erfolgt demnächst ihre Auslieferung nach Ungarn.

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