Staatsschutz ermittelt: Brandanschlag-Serie auf Handymasten im Kreis Saarlouis

Schwalbach/Saarwellingen/Ensdorf: Brandanschlags-Serie auf Handymasten im Landkreis Saarlouis! In den vergangenen Nächten kommt es zu Bränden an insgesamt drei Sendemasten: Zum einen brennt es an einer Anlage im Schwalbacher Ortsteil Hülzweiler direkt neben der A 8. Dort ist ein Sendemast abseits der L 341 hinter einem Umspannwerk betroffen. Luftlinie drei Kilometer entfernt kommt es zu einem zweiten Brand eines Handymasts, wieder neben der A 8.

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Diese Anlage steht auf dem Gelände der Straßenmeisterei in der Straße Am Frauenwald im Saarwellinger Ortsteil Schwarzenholz. Der dritte Brand ereignet sich an einem Mast auf der Bergehalde in Ensdorf, ebenfalls keine drei Kilometer vom ersten Brandort entfernt. Die Folge: Im betreffenden Bereich rings um Hülzweiler kommt es zu Ausfällen des Handynetzes, teilweise ist auch das mobile Internet betroffen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Experten des Dezernats für Brandermittlungen untersuchen die Sendemasten, sichern unter anderem DNA-Spuren.
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Unterstützt werden die Beamten dabei von der Freiwilligen Feuerwehr: Mit einem Drehleiterwagen werden die Ermittler an die schwer zugänglichen Sendemasten gebracht. Weil es sich um sogenannte kritische Infrastruktur handelt, ist auch der Staatsschutz über die Maßnahmen unterrichtet. Stephan Laßotta vom Landespolizeipräsidium: „Derzeit liegt der Verdacht der Brandstiftung nahe. Es hat aber kein Bekennerschreiben oder ähnliches gegeben. Aus jüngster Vergangenheit sind uns auch keine ähnlich gelagerten Fälle bekannt.“
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Ob Brandbeschleuniger verwendet worden ist, will die Polizei derzeit noch nicht sagen. Auf einer Aufnahme aus einer Überwachungskamera soll allerdings zu sehen sein, wie eine einzelne Person sich nachts einem der Masten nähert, eine brennbare Flüssigkeit verschüttet und das Ganze anzündet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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