Saarbrücken/Illingen: Umgestürzte Bäume, umherfliegende Gegenstände und ein verletzter Fußgänger – seit den Mittagsstunden hat die Polizei im Saarland insgesamt 47 wetterbedingte Einsätze registriert. Demnach hat das Sturmtief „Luise“, das mit Böen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde getobt hat, in unserem Bundesland deutliche Spuren hinterlassen, wie ein Sprecher der polizeilichen Lagezentrale in Saarbrücken mitteilt.
Auf der A 1 von Saarbrücken in Richtung Trier stürzte in Höhe Illingen ein etwa 25 Meter hoher Laubbaum auf die Autobahn und blockiert die Fahrbahn. Auch in Quierschied fallen mehrere Bäume auf Straßen. Die Feuerwehr rückt an und beseitigte die Hindernisse mit Sägen und Muskelkraft.
In der Saarbrücker Bahnhofstraße versuchen Mitarbeiter eines Eiscafés, die großen und schweren Gastroschirme in der Fußgängerzone rechtzeitig vor den aufkommenden Windböen zu sichern. Nach Angaben der Polizei entfallen 34 der bislang 47 Einsätze auf Gefahrenstellen im Straßenverkehr. Dazu zählen Bäume und Gegenstände auf Fahrbahnen sowie umgewehte Bauzäune und Verkehrsschilder.
In einem Wohngebiet in Neunkirchen stürzt ein Baum auf eine Stromleitung. Dabei brechen mehrere Dachständer ab, über die die Leitungen auf Gebäuden geführt werden. Der dadurch verursachte Stromausfall kann glücklicherweise aber schon nach kurzer Zeit behoben werden. In Lebach wird ein Fußgänger von einem umgewehten Werbeschild getroffen und leicht verletzt. „Luise“ beeinträchtigt auch den Saarbahn-Verkehr im Land:
Die Linie S1 muss zwischen den Haltepunkten Brebach und Saargemünd den Verkehr zeitweise komplett einstellen. Auf der Köllertalstrecke zwischen den Haltepunkten Lebach und Etzenhofen können die Saarbahnzüge nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit fahren, um bei möglichen Hindernissen rechtzeitig zum Stehen zu kommen.


