Tausende Tiere sterben qualvoll: Bienenstock mit klebriger Chemikalie angegriffen

St. Ingbert: Auf einem Vereinsgelände  in St. Ingbert tötet ein bislang Unbekannter in den vergangenen Tagen tausende Bienen qualvoll. Zu der Tat kommt es zwischen Donnerstag, 17 Uhr, und dem gestrigen Montag, 19.30 Uhr, in der Blücherstraße hinter den angrenzenden Gärten der Anwesen Am Pfeifferwald. Der Täter rückt mit einem weißen 10-Liter-Plastikkanister an, in dem sich eine dickflüssige ölige, klebrige Substanz befindet.

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Außerdem hat er zwei Einmachgläser dabei. Die Flüssigkeit wird auf einen Bienenstock gekippt. Der Täter füllt die Substanz auch in die mitgebrachten Einmachgläser, stellt diese links und rechts neben den Bienenstock und benutzt das Ganze als Köder, um die Tiere anzulocken. Auch auf drei Steine in der Nähe wird die Flüssigkeit gekippt. Die Bienen werden durch die Substanz angelockt, erkennen die Gefahr jedoch nicht, die davon ausgeht: Bei Berührung mit dem Stoff verkleben die Tiere und sterben dann nach einer gewissen Zeit.
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Durch den Angriff wird das ganze Bienenvolk getötet. Den Kanister und die Einmachgläser lässt der Täter zurück und entkommt dann unerkannt. Die Gesamtschadenshöhe beträgt etwa 500 Euro. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Der Fall erinnert an eine ähnliche Tat, die sich im Mai in Saarwellingen zugetragen hat. Nahe eines Akazienwäldchens, wo 13 Bienenvölker standen, verteilte ein bislang Unbekannter eine schaumartige Paste auf den Ein- und Ausgängen der Bienenstöcke.
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Die Bienen starben hierdurch, der bislang produzierte Honig wurde kontaminiert. Eine drei Zentimeter dicke Schicht toter Bienen lag in den Kästen, nur die wenigsten Tiere überlebten den Angriff. Sie wurden sicherheitshalber von ihren Besitzern an andere Standorte verlegt. Unabhängig vom Schaden für die Natur entstand damals ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich.

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