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Thailänder bei größter Razzia seit Bestehen der Bundespolizei in Saarbrücken festgenommen

Saarbrücken: Gestern durchsuchen bundesweit mehr als 1500 Beamte der Bundespolizei im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zeitgleich in 12 Bundesländern 62 Bordelle und Wohnungen. Das ist die größte Razzia der Bundespolizei seit ihrem Bestehen! Die Vorwürfe gegen die mehr als 50 Beschuldigten, von denen einer aus dem Saarland stammt: Gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusens von Ausländern, Zwangsprostitution, Zuhälterei und Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt. Es werden sieben Haftbefehle vollstreckt, einer davon in Saarbrücken. Gegen sechs Uhr stürmen die Beamten ein Bordell in der Brückenstraße in Malstatt und nehmen dort einen 34 Jahre alten Thailänder fest. Der Mann wird noch am Vormittag aus dem Saarland zur Generalstaatsanwaltschaft nach Frankfurt überstellt. Insgesamt sind bei uns rund 20 Bundespolizisten im Einsatz, sie durchsuchen das Bordell bis in die Nachmittagsstunden.
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Im Rahmen der Einsatzmaßnahmen werden bundesweit auch 81 Personen aufgegriffen, die sich illegal in Deutschland aufhalten, davon in Saarbrücken zwei Prostituierte aus Thailand. Sie sollen nun abgeschoben werden. Die beiden Frauen sollen wie viele andere Frauen und Transsexuelle von der gestern dingfest gemachten Gruppe mit erschlichenen Schengen-Visa ins Bundesgebiet eingeschleust worden sein.
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In Deutschland sollen die eingeschleusten thailändischen Staatsangehörigen im Rotationsprinzip nahezu im gesamten Bundesgebiet in Bordellen eingesetzt worden sein. Sie mussten den Erkenntnissen der Ermittler zufolge fast ihren kompletten Arbeitslohn an den jeweiligen Betreiber des Massagestudios abführen, um so ihre Schulden für das Einschleusen nach Deutschland abzuarbeiten.
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Meist verlangten die Kriminellen zwischen 16 000 und 36 000 Euro von ihren Opfern. Fast 250 000 Euro, die aus diesen kriminellen Aktivitäten stammen, werden gestern sichergestellt.

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