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Umweltalarm nach Lkw-Unfall im Wasserschutzgebiet

Oberthal: Gestern Abend kommt es auf der L 320 zwischen Namborn und dem Oberthaler Ortsteil Güdesweiler zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Gegen 17.30 Uhr werden die Feuerwehr-Löschbezirke Güdesweiler, Steinberg-Deckenhardt und Oberthal-Gronig alarmiert, weil dort ein Lkw von der Fahrbahn abgekommen und einen Abhang hinabgestürzt sein soll. Die ersten Kräfte, die vor Ort eintreffen, können die Meldung bestätigen: Ein mit Häckselgut beladener vierachsiger Laster ist aus unbekannter Ursache aus Richtung Güdesweiler kommend rund 200 Meter vor dem Ortseingang Namborn nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dabei durchbricht der Lkw die Leitplanke und stürzt einen etwa vier Meter tiefen Abhang hinunter. Auf der Beifahrerseite bleibt der Laster liegen, der Fahrer ist im Führerhaus eingeschlossen und kommt ohne fremde Hilfe nicht mehr heraus. Ersthelfer betreuen den Mann zum Eintreffen der Rettungskräfte. Mit Hilfe von Leitern kann die Feuerwehr den Trucker schon nach kurzer Zeit retten und an den Rettungsdienst übergeben. Der St. Wendeler kommt mit mittelschweren Verletzungen zur Versorgung ins Marienkrankenhaus nach St. Wendel. Weil die Unfallstelle in einem Wasserschutzgebiet liegt und eine unbekannte Menge Diesel ausgelaufen ist, wird Umweltalarm ausgelöst. Eine Trinkwasserquelle, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, wird vom Wasserversorger bis auf weiteres vom Netz genommen. Die Bergung des Lkws gestaltet sich sehr schwierig. Ein 220-Tonnen-Kranwagen muss anrücken. Der geborgene Laster wird anschließend mit einem Tieflader abtransportiert. Während der Bergung muss die Stromversorgung in Teilen von Güdesweiler unterbrochen werden, weil eine Überlandleitung im Arbeitsbereich des Krans liegt. Heute soll das kontaminierte Erdreich ausgetauscht werden. Der Einsatz für die Feuerwehr ist um Mitternacht beendet, die Landstraße ist bis dahin voll gesperrt.

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