Vermutlich mit Spiritus hantiert: Bewohner soll Wohnhaus abgefackelt haben

Saarbrücken: Am gestrigen Samstagabend kurz nach 22 Uhr schlagen Flammen aus dem Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Neustraße im Saarbrücker Stadtteil Malstatt. Bei Eintreffen der Rettungskräfte steht der Dachstuhl bereits in Vollbrand, meterhohe Flammen schlagen aus den Fenstern der Dachgeschosswohnung. Alle elf Bewohner, darunter eine Frau mit drei kleinen Kindern, haben das Gebäude eigenständig im letzten Moment verlassen können.

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Eine Person erleidet leichte Brandverletzungen und wird vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht.  Insgesamt sind zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug im Einsatz. Die übrigen Bewohner bleiben aber zum Glück unverletzt. Die Feuerwehr beginnt umgehend mit der Brandbekämpfung. Im Einsatz sind 55 Feuerwehrleute mit 16 Fahrzeugen bieder Feuerwachen der Berufsfeuerwehr. Außerdem wird auch der Löschbezirk Burbach/Malsatt der Freiwilligen Feuerwehr in die Neustraße alarmiert. Mehrere Trupps unter Atemschutz gehen in das brennende Haus und starten eine massive Brandbekämpfung.
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Die Löschmaßnahmen im Inneren werden von außen von zwei Drehleiterwagen aus unterstützt. Zeitgleich wird das ablaufende Löschwasser im Inneren mit mehreren Wassersaugern aufgenommen. Nach etwa drei Stunden sind die Löscharbeiten beendet. Sicherheitshalber bleibt eine Brandwache bis in die frühen Morgenstunden vor Ort. Durch den Brand sind mehrere Wohnungen in dem Anwesen nicht mehr bewohnbar.
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Die Betroffenen kommen vorerst bei Bekannten unter und können Notunterkünfte in Anspruch nehmen. Den Sachschaden schätzt die Polizei, die mit vier Kommandos an die Einsatzstelle ausrückt, auf mehr als 100.000 Euro. Brandursache ist vermutlich fahrlässiger Umgang mit Brennspiritus. Weitere Ermittlungen dazu stehen aber noch an. Neben der Ursachenermittlung sperrt die Polizei für die Dauer des Einsatzes die Neustraße ab.

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