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Verstörende Bilder: Spiegel-TV-Reportage zeigt die dunklen Seiten Saarbrückens

Saarbrücken: Geschockte Gesichter am Montag vor den Fernsehern im Saarland! In Spiegel TV auf RTL läuft am Abend die Reportage „Saarbrooklyn: Der Randbezirk der Gesellschaft“ und die hat es in sich. Die Spiegel-TV-Reporter haben sich in der saarländischen Hauptstadt umgesehen und den Ärmsten der Armen zugehört. Schnell ist klar: Die Macher des 25-minütigen Beitrags haben sich beim Filmen bewusst das Negativste herausgesucht. Klar wird beim Zusehen aber auch: Es gibt viel zu viel davon in der 180.000-Einwohner-Stadt. Moderatorin Maria Gresz berichtet: „In Saarbrücken brennt es in allen Problembereichen!“ Der Beitrag beginnt auf der Folsterhöhe. Dreckecken, Gesichtstätowierte, bekennende NPD-Wähler. Aber auch Lichtblicke. Ein Bewohner erzählt vom Zusammenhalt der Menschen: „Wenn’s Geld mal knapp wird, wir helfen uns immer irgendwie. Hier wird nie jemand verhungern auf der Folsterhöhe, nie!“

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Dann geht es nach Burbach. Auch hier gibt es viel Armut und Leid zu sehen, aber auch wieder Lichtblicke. Die Arbeit der Tafel wird vorgestellt, wo sich jeden Tag 100 Menschen mit Essen versorgen können. Eine Besucherin: „Anfangs war’s unangenehm, klar. Weil man ist immer noch der Meinung, andere haben’s eher verdient. Aber es bleibt halt nix anderes übrig.“ Die hohe Kinderarmut in Saarbrücken wird thematisiert, die bundesweit nur in Gelsenkirchen und Bremerhaven noch höher liegt. Drehort Kinderhaus Malstatt. Man spürt, wie gut die Einrichtung ihren kleinen Besuchern tut.
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Ein neunjähriges Mädchen erklärt, warum es seit einem Jahr täglich herkommt: „Meine Eltern haben manchmal nicht so viel Zeit wegen der Arbeit. Und hier kann man auch mit viel Hilfe besser die Hausaufgaben machen.“ Ein kleiner Junge freut sich darüber, dass seit der Unterstützung durch das Kinderhaus seine Noten besser geworden sind. „Und dass man hier über alles reden kann.“ Im letzten Teil des Beitrags gibt es solche Lichtblicke leider nicht.
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Die Reporter besuchen die Drogensüchtigen und Obdachlosen. In einem Gartenhäuschen reden drei Süchtige offen darüber, dass sie mit Drogen dealen. Aber nur mit Cannabis, nicht mit härteren Sachen wie Kokain – das ziehen sie sich selbst vor laufender Kamera durch die Nase. „Ich muss auch abends meistens was ziehen, um schlafen zu gehen“, berichtet die Saarbrückerin mit Untertiteln. Letzter Drehort ist die Szene rund um die Johanneskirche.
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Ein Alkoholiker hält morgens um zehn Uhr stolz einen Tetra Pak: „Den hann ma heut Morgen gekauft. Mir ware schon im Netto gewehn unn hann denne Rotwein geholt.“ Dann bekommt der 61-Jährige Tränen in die Augen: „Wenn ich irgendwann mal die Augen für immer zu mache – wegen mir weint keine Frau und keine Kinder.“ Auch an der Johanneskirche kaum Lichtblicke. Nur kurz wird das Drogenhilfezentrum erwähnt, wo sich ein Obdachloser Stoff für den nächsten Schuss geholt hat.
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Den setzt ihm ein anderer Süchtiger in einer der dreckigsten Ecken Saarbrückens. „Da haben sie jetzt sauber gemacht. Normalerweise musst du aufpassen, dass du nicht in Nadeln reintrittst“. „Weiter unten kann man in Saarbrücken nicht sein“, erklärt die Sprecherin der Reportage. Traurig aber wahr.

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