Während sie ein Leben retteten: Feuerwehrleute in Einsatz angepöbelt

Neunkirchen: Pöbel-Angriff auf Neunkircher Feuerwehrleute, während sie ein Leben retten! Eigentlich rücken die Helfer in der Nacht zum heutigen Ostersonntag zu einem routinemäßigen Rettungseinsatz aus. Gegen 0.13 Uhr werden die freiwilligen Retter in die Hüttenbergstraße in der Innenstadt alarmiert. Der Drehleiterwagen soll den Rettungsdienst bei der Rettung eines Patienten unterstützen. Im dritten Obergeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses  ist es zu einem medizinischen Notfall gekommen.

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Der Patient soll möglichst ohne Erschütterungen besonders schonend aus dem Haus in den Rettungswagen transportiert werden. Dazu montieren die Feuerwehrleute eine spezielle Tragenhalterung für die Krankentrage am Rettungskorb der Drehleiter und fahren die Leiter aus. Noch während der laufenden Personenrettung beginnen plötzlich die Anwohner lautstark, die anwesenden Feuerwehrkräfte und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes aufs Übelste zu beleidigen. Den Rettungskräften werden sogar körperliche Übergriffe angedroht.
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Ihre dreiste Aktion filmen die rabiaten Nachbarn sogar mit ihren Handys. Zur Eigensicherung rufen die Helfer umgehend die Polizei zur Unterstützung. Gleich zwei Streifenwagenbesatzungen sind nötig, um die pöbelnde Nachbarschaft unter Kontrolle zu bringen. Die Polizei schreibt mehrere Strafanzeigen. Auf dem Rückweg zur Feuerwache erwartet den Drehleiterwagen die nächste böse Überraschung: Im Bereich der Bürgermeister-Ludwig-Straße und der Jägerstraße ist aufgrund von Falschparkern ein Durchkommen für das rund zehn Meter lange Fahrzeug nicht mehr möglich.
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Auch hier muss die Polizeiinspektion Neunkirchen zur Unterstützung anrücken. Die behindernden Fahrzeuge können letztlich von ihren Haltern entfernt werden. Sie werden von der Polizei verwarnt. Erst nach anderthalb Stunden können die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu ihren Familien zurückkehren.

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