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Wegen Corona-Krise: Calypso-Betreibergesellschaft ist Pleite

Saarbrücken: Die Betreibergesellschaft des beliebten Freizeitbads Calypso im Saarbrücker Deutschmühlental hat Insolvenzantrag gestellt. Das hat der Geschäftsführer der Vivamar Betriebsgesellschaft Saarbrücken, Harald Gabriel, dem Saarländischen Rundfunk am heutigen Donnerstag bestätigt. Die Gesellschaft ist Betreiber des Schwimmbads. Eigentümer der Anlage ist jedoch die Gesellschaft für Kommunalanlagen und Beratung Saarbrücken, die über die Saarbrücker Immobilienverwaltungs- und Baubetreuungsgesellschaft vollständig der Landeshauptstadt Saarbrücken gehört. Der Betreiber des Bades hat also kein Geld mehr, aber das Schwimmbad selbst als städtische Immobilie ist nicht Pleite.

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Grund für die Pleite des Betreibers ist die Corona-Krise. Nach Angaben von Vivamar-Geschäftsführer Gabriel, hat das Unternehmen seit dem 15. März keine Einnahmen mehr, weil seit diesem Zeitpunkt der Betrieb von Schwimmbädern und Saunen per Allgemeinverfügung verboten worden ist. Gleichzeitig hat das Unternehmen aber erhebliche, fortlaufende Kosten begleichen müssen.
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Das ist nur eine Weile gutgegangen. Nachdem nach wie vor nicht abzusehen ist, wann Bäder wieder öffnen dürfen und damit wieder Geld in die Kassen kommt, muss das Unternehmen nun in die Insolvenz gehen. „Trotz intensiver Bemühungen habe man kein tragfähiges Zukunftskonzept erarbeiten können“, heißt es. Die Landeshauptstadt Saarbrücken versucht nun, einen Nachfolger für den Betrieb des Calypso zu finden.
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Im Oktober 2001 ist das Spaßbad für rund 24 Millionen Euro an der Stelle gebaut worden, wo vorher das Deutschmühlenbad gestanden hat. Der Großteil dieses Geldes, rund 21 Millionen Euro, stammt aus einem 50 Jahre langen Pachtvertrag über die städtischen Parkplätze und Parkhäuser mit dem Unternehmen Q-Park. Anfangs hat die S & S Spaßbad Saarbrücken das Calypso betrieben, bis sie von der jetzt insolventen Vivamar Betriebsgesellschaft Saarbrücken im Jahr 2012 abgelöst worden ist.

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