Welche Ausgangssperre? Polizei muss rund 200 Leute vom Saarbrücker Staden verjagen

Saarbrücken: Am heutigen Samstag ist das schöne Wetter leider kein guter Wegbereiter für die Einhaltung der Allgemeinverfügung zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus. Das berichten die Beamten der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt. Bedingt durch die angenehmen Temperaturen und den Sonnenschein  kommt es laut Polizei den ganzen Tag über zu einer Vielzahl von Verstößen gegen das Versammlungsverbot. Gerade am Saarbrücker Staden ist die Situation besonders gravierend. Sowohl Jugendliche als auch ältere Mitbürger halten sich im Bereich des Ulanen-Pavillons und den Spielplätzen am Saarufer auf und es entsteht der Eindruck, dass es irgendwelche Beschränkungen gar nicht gibt. Insgesamt müssen dort 150 bis 200 Personen aufgefordert werden, die Örtlichkeit zu verlassen und auseinander zu gehen.

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Mit Schuld an der Situation ist nach Einschätzung der Polizei, dass in der dortigen Anlage noch eine Vielzahl von Bierzeltgarnituren aufgestellt sind. Die laden die Spaziergänger offenbar zum Verweilen ein. Um die vielen uneinsichtigen Menschen zu vertreiben, müssen sogar Polizeieinsatzkräfte von anderen Dienststellen außerhalb Saarbrückens anrücken. Insgesamt sind zwölf Polizisten, zwei Mitarbeiter des Polizeilichen Ordnungsdienstes und mehrere Mitarbeiter des Ordnungsamts damit beschäftigt, die Leute auseinanderzutreiben.
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„Auf Identitätsfeststellungen und repressive Maßnahmen wurde auf Grund der Masse an Menschen und der darauf beruhenden Einsatztaktik der Deeskalation verzichtet“, schreibt die Polizei. Oder anders ausgedrückt: Es stand zu befürchten, dass bei einem weiteren Einschreiten der Polizei die Situation eskaliert.
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Allerdings berichtet die Polizei auch, dass den Aufforderungen der Beamten, auseinanderzugehen und die Örtlichkeit zu verlassen, kooperativ Folge geleistet worden ist. Viele der Betroffenen zeigen sich allerdings völlig ahnungslos, warum sie sich entfernen sollen.

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