Saarbrücken: Wilde Verfolgungsjagd am heutigen Samstag in der Landeshauptstadt! Ein junger Mann versucht am frühen Morgen, vor einer Polizeikontrolle zu fliehen und sorgt dabei für gefährliche Szenen, bis die Fahrt mit einem Unfall endet. Gegen 5 Uhr wollen Polizeibeamte in der St. Johanner Straße einen Audi TT mit luxemburgischen Kennzeichen kontrollieren. Doch anstatt anzuhalten, tritt der Fahrer aufs Gas. Nach Angaben der Polizei setzt er das Fahrzeug zunächst rückwärts und versucht so, sich der Kontrolle zu entziehen.
Dann beginnt eine riskante Flucht durch Saarbrücken. Der Audi fährt entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung über die Westspangenbrücke und weiter durch die Roonstraße. Die Verfolgung führt schließlich bis in die Straße Am Tummelplatz. Dort verunglückt der Audi, doch der Fahrer gibt noch immer nicht auf: Er verlässt den Sportwagen und flüchtet zu Fuß weiter. Die Beamten, die dem Audi im Streifenwagen hinterhergefahren sind, nehmen nun zu Fuß die weitere Verfolgung auf.
Nach kurzer Zeit gelingt es den Polizisten, den Mann einzuholen und festzunehmen. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen 19-Jährigen aus Luxemburg. Bei den anschließenden Ermittlungen kommen gleich mehrere Verstöße ans Licht: Nach Angaben der Polizei besitzt der junge Mann zum einen keine gültige Fahrerlaubnis. Zudem steht er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Es geht im Polizeiauto zur Dienststelle, wo unter anderem eine Blutentnahme durchgeführt wird.
Gegen den 19-Jährigen läuft nun ein Strafverfahren, er wird nach Ende der Ermittlungen auf freien Fuß gesetzt. Weil sein Audi zwar beschädigt, aber noch fahrbereit ist, werden die Fahrzeugschlüssel sichergestellt, um eine Weiterbenutzung zu verhindern. Während der Flucht könnte der Luxemburger andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. Deshalb suchen die Ermittler nun mögliche Geschädigte. Wer dem Audi TT während der Verfolgungsfahrt ausweichen musste oder durch das Fahrverhalten des Fahrers gefährdet wurde, soll sich bei der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt unter der Telefonnummer 06 81/9 32 12 33 melden.
