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14 Jahre altes Kind soll Neunkircher Frauenhaus angezündet haben

Neunkirchen: Alarm am gestrigen Donnerstagnachmittag in der Neunkirchen Innenstadt. Es wird Feuer aus dem Neunkircher Frauenhaus gemeldet, das von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird. In Frauenhäusern finden Frauen und Kinder Schutz, unter anderem wenn sie aus ihrem Zuhause vor ihren gewalttätigen Familienangehörigen geflüchtet sind. Damit die Bewohner keine Repressalien, Bedrohungen oder Gewalt von Angehörigen fürchten müssen, werden die Adressen der Frauenhäuser nicht veröffentlicht. Daher verzichten auch wir als verantwortungsvolles Medium in unserem Bericht auf die genaue Ortsangabe und auf Fotos, weil sie auf den Standort des Frauenhauses schließen lassen würden. Gegen 15 Uhr rückt eine Vielzahl von Helfern der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zum Ort des Geschehens aus. Die ersten Kräfte sind schon nach wenigen Minuten vor Ort. Dort stellt sich jedoch heraus, dass das Feuer bereits von den Bewohnerinnen und Mitarbeitern der Einrichtung gelöscht werden konnte.

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Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen, die mit den Löschbezirken Innenstadt und Wellesweiler ausgerückt ist, kontrollieren den Brandherd noch einmal nach, führen Messungen durch und lüften das Gebäude. Der Rettungsdienst bringt unter anderem zwei Kinder mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die Polizei rückt ebenfalls an und nimmt ihre Ermittlungen auf.
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Schnell ist klar: Der Brand ist offensichtlich mit Absicht gelegt worden. Denn es ist an drei voneinander entfernt liegenden Stellen Feuer ausgebrochen – das kann kein Zufall sein. Die Beamten versuchen zu ermitteln, wer das Feuer gelegt haben könnte und werden schnell fündig. Nicht etwa ein Ehemann oder Partner einer der Bewohnerinnen ist dafür verantwortlich, sondern offenbar ein Kind.
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Es handelt sich um eines der beiden 14 Jahre alten Kinder, die mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gekommen sind. Der Sachschaden durch das Feuer beträgt etwa 2.000 Euro, die Einrichtung ist weiter in Betrieb. Polizei und Feuerwehr haben bislang die Öffentlichkeit nicht über den Vorfall unterrichtet.

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