2G-Regeln gefordert: Mehrere Saar-Bürgermeister und Landräte wollen Ungeimpfte aussperren

Saarbrücken: Derzeit gibt es im Saarland für Veranstaltungen im Freien kaum Beschränkungen, drinnen werden die 3G-Regeln angewandt. Mehrere Bürgermeister und Landräte im Saarland fordern von der Landesregierung nun die Einführung von 2G-Regeln, um Ungeimpfte aus bestimmten Bereichen auszusperren. So erklärt der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD), der zugleich stellvertretender Präsident des Saarländischen Städte- und Gemeindetages ist:

Weiter nach der Werbung
„Insbesondere für die bevorstehenden Weihnachtsmärkte brauchen wir Regelungen, damit Veranstaltungen so sicher wie möglich stattfinden können.“ Hinter die Forderung nach 2G-Regeln stellen sich weitere Bürgermeister aus dem Landkreis Neunkirchen, so der Illinger Bürgermeister Armin König (bisher CDU), der Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs (SPD) sowie der Bürgermeister von Spiesen-Elversberg, Bernd Huf (parteilos).
Weiter nach der Werbung
Der Landrat des Kreises, Sören Meng (SPD, ist ebenfalls für strengere Regeln: „Was Veranstaltungen und Zusammenkünfte angeht, erwarte ich neue Regelungen. Eine sogenannte 2G-Regel sowie zusätzliche Testangebote wären sicherlich sinnvoll. Hier sollten zeitnah Entscheidungen getroffen werden.“ Auch der Saarlouiser Landrat Patrick Lauer (SPD) macht sich neben der raschen Wiedereröffnung der Impfzentren auch für die Einführung von 2G-Regeln stark, weil die Inzidenzen in seinem Landkreis rapide ansteigen:
Weiter nach der Werbung
„Deswegen appelliere ich an das Land, möglichst schnell für Innenveranstaltungen eine 2G-, für Veranstaltungen draußen eine 3G-Regelung umzusetzen.“ Auch Vize-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) ist für die Einführung von 2G-Regeln (wir berichteten). Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will sie dann einführen, wenn das Gesundheitssystem zu sehr unter Druck gerät.
Weiter nach der Werbung
Linken-Fraktionsvorsitzender Oskar Lafontaine dagegen ist gegen die 2G-Pläne im Saarland. Er fordert Tobias Hans und Anke Rehlinger auf, von derartigen Plänen Abstand zu nehmen: „Die jetzige 3G-Regelung ist besser, da bekanntlich auch Geimpfte und Genesene einander und andere anstecken können, und getestete Ungeimpfte in der Regel nicht.“

Werbung