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An der saarländischen Grenze: Robert-Koch-Institut erklärt Lothringen zum Risikogebiet

Metz: Das Saarland wird im Osten von Rheinland-Pfalz umgeben, grenzt im Norden an Luxemburg und im Westen an die französische Region Grand-Est. Zu der gehört auch Lothringen, das bis Ende 2015 eine eigene Region mit der Hauptstadt Metz gebildet hat. am heutigen Mittwoch hat das Robert Koch-Institut, eine deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten, die Region Grand-Est zum Risikogebiet für das neuartige Corona-Virus erklärt. Die Berliner Behörde erklärt: „Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch (‚ongoing community transmission‘) vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Kriterien, unter anderem Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (zum Beispiel Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), exportierte Fälle in andere Länder/Regionen.“

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Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst. Bisher haben zu den Risikogebieten ganz Italien, der Iran, die chinesische Provinz Hubei und die südkoreanische Provinz Nord-Gyeongsang gehört. Seit der letzten Aktualisierung dieser Liste heute Morgen um zehn Uhr gehört auch die französische Region Grand-Est dazu.
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Betroffen sind demnach neben Lothringen auch das Elsass und die Region Champagne-Ardenne. In Deutschland ruft das Robert-Koch-Institut keine Risikogebiete aus. Es wird lediglich ein besonders betroffenes Gebiet in Deutschland genannt, nämlich der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Das Auswärtige Amt hat seine Informationen zu Frankreich noch nicht aktualisiert.
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Damit gibt es für die Region Grand-Est derzeit noch keine Reisewarnung. Das Amt teilt lediglich mit, dass auch in Frankreich mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender gerechnet werden muss.

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