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Ausgangssperre in Frankreich: So fühlt sich der Shutdown an

Forbach: Wenn es um die Maßnahmen zur Bekämpfung des neuartigen Corona-Virus geht, sind uns die Franzosen momentan immer einen Schritt voraus. Präsident Emmanuel Macron hat ab dem heutigen Dienstag eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Es gibt Ausnahmen: etwa für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und für Journalisten. Deshalb haben wir uns heute Nachmittag mal in Forbach umgesehen. Wer sich auf sein Navi verlässt, hat Schwierigkeiten, überhaupt dorthin zu gelangen.

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Denn die Grenzübergänge sind derzeit überall als gesperrte Straßen eingetragen. Als Deutscher darf man jederzeit ohne Probleme ins Ausland ausreisen und von dort auch wieder einreisen. Bei der Ausreise wird man nicht kontrolliert, bei der Wiedereinreise nach Deutschland muss man sich aber auf lange Staus einstellen. Dafür ist die Verkehrssituation extrem ruhig, wenn man erst einmal in Frankreich ist. Die Straßen sind leer wie an einem Sonntagmorgen, wenn kaum Autos unterwegs sind. Allerdings kommt es auch hier zu Staus, wenn man in einer der ständig wechselnden Kontrollstationen der französischen Gendarmerie gerät.
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Die Behörden befragen dann jeden Autofahrer, um sicherzustellen, dass sie auch unterwegs sein dürfen. Vor den Kontrollstellen drehen etliche Autofahrer lieber um. Während es auch vor einigen Läden, die ihre Öffnungszeiten verkürzt haben, zu langen Schlangen kommt, haben die meisten anderen Geschäfte ebenfalls geschlossen. Auch dieses Bild erinnert an einem Sonntagmorgen, wenn nur der Bäcker geöffnet hat. Ein komplett ungewohntes Bild dagegen gibt die McDonald’s-Filiale in Forbach ab. Der Laden, der sonst rund um die Uhr geöffnet ist, hat die Schotten dicht gemacht und den Eingang mit Absperrband verschlossen.
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Geöffnet hat das benachbarte Cora, wo man heute kein einziges deutsches Auto sieht. Es gibt getrennte Ein- und Ausgänge, im Laden herrscht kaum Betrieb. Auffällig ist: Niemand, wirklich niemand macht Hamsterkäufe. Alle erledigen ihre ganz normalen Einkäufe – einige mit Handschuhen geschützt, andere auch mit Mundschutz. Klar ist aber, dass die Maßnahmen der Regierung Wirkung zeigen: Es gibt kein Gedränge, die Abstände zwischen den Menschen können problemlos eingehalten werden. Wie lange die Ausgangssperre in Frankreich noch gelten wird, ist unklar. Zum Schluss der Hinweis: Wenn ihr ohne vernünftigen Grund in Frankreich erwischt werdet, drohen Geldstrafen.

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