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Autofahrer fährt Feuerwehrmann absichtlich an und flüchtet

Neunkirchen: Bei Bauarbeiten in der Wibilostraße in Wiebelskirchen wird heute Mittag versehentlich eine Hauptwasserleitung angebohrt. Die Hauptstraße durch den Stadtteil muss von der Feuerwehr zeitweise komplett gesperrt werden, weil sie bis zu 15 Zentimeter hoch unter Wasser steht. Um 13.04 Uhr werden die Helfer alarmiert, unaufhörlich strömt aus der beschädigten Leitung unter der Straße Wasser nach oben und spült dabei Sand und Schotter mit an die Oberfläche. Der Wasserfluss droht die Straße zu unterspülen, Autos könnten einbrechen. Feuerwehrautos werden auf den Straßen quer gestellt, Leitkegel verteilt und Warnposten beziehen Stellung. Dafür haben einige Leute kein Verständnis. „Immer wieder, so auch nun in Wiebelskirchen, werden Feuerwehrleute die an Einsatzstellen Straßen sperren müssen von uneinsichtigen Verkehrsteilnehmern verbal angegriffen. Das Portfolio reicht von schlichtem Unverständnis für die Maßnahmen der Feuerwehr bis hin zu üblen Beleidigungen und Drohungen gegen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte“, weiß Feuerwehrsprecher Christopher Benkert aus Erfahrung. Doch heute eskaliert die Situation: Ein Auto fährt einen jungen Feuerwehrmann an einer Straßensperre an und flieht danach! Der 25-jährige Helfer sperrt gerade zusammen mit anderen Feuerwehrleuten die Wibilostraße an der Einmündung der Ostertalstraße ab, mit dabei ein Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr mit eingeschaltetem Blaulicht quer auf der Fahrbahn. Der irre Autofahrer macht zunächst halt, gibt sich vollkommen uneinsichtig und verständnislos. Weil er einfach weiterfahren will und bei einem Einsturz der Straße sein Leben und das der Helfer riskiert, stellt sich der junge Feuerwehrmann vor das Auto. Ohne Vorwarnung gibt der Autofahrer Gas und trifft den Feuerwehrmann an den Beinen. Dann legt er den Rückwärtsgang ein, wendet und flüchtet. „Der junge Feuerwehrmann zog sich zum Glück nur leichte Verletzungen zu und konnte seinen Einsatz zunächst auch noch fortsetzen. Danach musste er aber für Untersuchungen doch noch ins Krankenhaus“, so Feuerwehrsprecher Benkert. Die Helfer erstatten Anzeige. Nach rund anderthalb Stunden kann die Feuerwehr gegen 14.30 Uhr den Einsatz beenden, die Polizei übernimmt die Sperrung.

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