Bericht: Allgemeine Impfpflicht offenbar vom Tisch

Berlin/Saarbrücken: Seit diesem Monat gilt für Personen, die in vulnerablen in Bereichen wie Altenheimen und Krankenhäusern arbeiten, die Corona-Impfpflicht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) fordert eine Impfpflicht allerdings auch für alle anderen Menschen ab 18 Jahren in Deutschland. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (ebenfalls SPD) hat sich in der Vergangenheit immer wieder für die allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

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Lange haben die Mitglieder der Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen um die Impfung für alle gerungen. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge soll jetzt klar sein: Die Impfverpflichtung für die gesamte Bevölkerung kommt nicht! Nach Angaben der Zeitung findet sich dafür unter den Abgeordneten des Bundestags, die über solch eine Vorschrift entscheiden müssen, keine gesicherte Mehrheit. Der Versuch der Ampel-Regierung, auch in Kreisen der Union nach einer ausreichenden Zahl von Befürworten zu suchen, ist offenbar fehlgeschlagen.
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Zuletzt sollen solche Gespräche mit CDU und CSU am gestrigen Mittwoch geführt und wieder einmal ergebnislos abgebrochen worden sein. Daher will die Bundesregierung die Pläne nun fallen lassen und stattdessen eine Alternative suchen. Im Gespräch ist nach Angaben von Bild nun eine Impfpflicht nur für ältere Menschen. Demnach könnte die Corona-Schutzimpfung für alle ab 50 Jahren verpflichtend werden. In den vergangenen Monaten hat sich beispielsweise FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann für so ein Modell ausgesprochen.
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In anderen europäischen Ländern, beispielsweise in Griechenland und in Italien, gibt es bereits altersabhängige Impfvorschriften.
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Während in Griechenland alle über 60 Jahren geimpft sein müssen, sind in Italien wie beim deutschen Vorschlag alle ab 50 Jahren betroffen. Weitere Bestätigungen des Bild-Berichts, dass die allgemeine Impfpflicht vom Tisch ist, gab es zunächst nicht.

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