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Bessere Hilfe und schnellere Abschiebungen: Lebach ist nun Anker-Zentrum

Lebach: Die bisherige Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende ist ab sofort ein Anker-Zentrum. Die Abkürzung steht für „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“ und soll sowohl die Bewilligung von Asylbescheiden als auch die die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern beschleunigen. Das Saarland hat schon frühzeitig Interesse an diesem Pilotprojekt aus Horst Seehofers Bundesinnenministerium bekundet. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans: „Die Landesaufnahmestelle hat bundesweiten und internationalen Vorbildcharakter. Wir haben im Saarland die Flüchtlingskrise vorbildlich gemeistert: Zentrale Unterbringung, striktes Sachleistungsprinzip, zügige Verfahren durch die enge Zusammenarbeit mit dem BAMF vor Ort und den Sozialverbänden sind bewährte Prinzipien, die auch in die Konzeption des Bundes eingeflossen sind. Wir wollen dieses erfolgreiche Konzept mit Hilfe des Bundes weiter optimieren.
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Der Bund unterstützt uns auch in weiteren Bereichen, beispielsweise hat er zugesagt, die Bundespolizei im Saarland wesentlich zu verstärken.“ 50 neue Bundespolizisten sollen im Saarland in Dienst gestellt werden. Saar-Innenminister Klaus Bouillon erklärt, dass es keinen Zaun um die Einrichtung geben soll: „Die Einrichtung behält ihren offenen Charakter und wird auch nach wie vor vom Land betrieben.“ Vom Bund wird in Lebach ein völlig neues, verbessertes System zur Identitätserkennung eingeführt.
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Zudem unterstützt der Bund bei den Dublin-Verfahren, der Passersatzpapierbeschaffung und der umfassenden Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner der Landesaufnahmestelle. Auch die freien Träger vor Ort, wie die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz oder Diakonisches Werk, sollen aus Bundesmitteln massiv gefördert werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Das Saarland war bereits in der Hochphase der Flüchtlingskrise Vorreiter und hat die damaligen Herausforderungen hervorragend gemeistert.
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Jetzt wurden erneut gute Voraussetzungen geschaffen. Die noch engere Zusammenarbeit und Verzahnung der beteiligten Behörden ist Kern der Anker-Einrichtung in Lebach.“

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