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Betrüger lässt 22-Jährigen chinesisches Totengeld gegen echte Scheine tauschen

St. Wendel: Am frühen Samstagmorgen wird ein 22 Jahre alter Mann aus St. Wendel von einem anderen jungen Mann übers Ohr gehauen. Der besagte, bislang unbekannte junge Mann spricht sein Opfer auf dem Nachhauseweg von dessen Arbeitsstelle in der Wendalinusstraße an. Er bittet ihn, einen 50-Euro-Schein zu wechseln. In der Absicht zu helfen, übergibt das ahnungslose Opfer dem jungen Mann Wechselgeld, worauf ihm ein brauner Schein mit der Zahl 50 ausgehändigt wird.

Foto: Polizei München

Der 22-Jährige wird stutzig und betrachtet den Schein genauer. Dabei muss er schnell feststellen, dass es sich um offensichtliches Falschgeld handelt. Nach Angaben der Polizeiinspektion St. Wendel hat der junge Mann sogenanntes Totengeld bekommen. Diese Scheine sehen zwar aus wie echtes Geld. Ihnen fehlen allerdings die Sicherungsmerkmale der echten Banknoten.

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Außerdem sind blaue chinesische Schriftzeichen darauf aufgebracht. Diese Scheine, werden im asiatischen Raum traditionell Verstorbenen bei der Bestattung mitgegeben. Wie die Polizei München in einer Mitteilung erklärt, ist der Besitz nicht strafbar, weil die Scheine nur als sogenannte banknotenähnliche Druckerzeugnisse gelten.
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Aber es ist natürlich strafbar, solche Scheine in den Zahlungsverkehr zu bringen. Als der übers Ohr gehauene 22-Jährige in St. Wendel den Betrug bemerkt, hat sich der Täter schon schnellen Schrittes entfernt und ist nicht mehr auffindbar. Der 22-Jährige beschreibt den Betrüger wie folgt:
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Etwa 20 Jahre alt, von schlanker Statur, mit dunkelblonden Haare und heller Haut. Bekleidet war der Mann bei der Tat mit einer dunklen Jeanshose und einer dunkelgrauen Kapuzenweste mit weißen Aufnähern. Die Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen und sucht nun Zeugen oder mögliche weitere Geschädigte.

Hinweise: Polizeiinspektion in St. Wendel, Mommstraße 37, Telefon 0 68 51 / 89 80

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