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Mutmaßlicher Feuerteufel von Saarlouis nach erneutem Brandanschlag festgenommen

Saarlouis/Überherrn: Haben sie den Feuerteufel von Saarlouis? Nach der Brandserie an acht Fahrzeugen in drei Saarlouiser Stadtteilen vergangene Nacht sind Feuerwehren und Polizei heute besonders aufmerksam. Am späten Nachmittag werden die Helfer ins Gewerbegebiet Langwies gerufen. Dort angekommen brennen mehrere Fahrzeuge an einem Unterstand, darunter Traktoren und ein abgestellter Omnibus. Brisant: An dem Bus entdecken die Einsatzkräfte einen Brandsatz! Die verkohlte Flasche mit einer Lunte im Flaschenhals steckt in einer Scheibe des geparkten Busses. Nachdem klar ist, dass es sich um einen erneuten Brandanschlag handelt, hält die Polizei Ausschau und wird in unmittelbarer Umgebung fündig. Ein verdächtiger Mann wird nahe der Brandstelle aufgegriffen. Der 26-jährige Deutsche mit kasachischen Wurzeln ist derzeit ohne festen Wohnsitz. Im Rucksack des Mannes befinden sich unter anderem mehrere Packungen Grillanzünder, mehrere Feuerzeuge und Teelichter. Unbestätigten Informationen zufolge soll der Verdächtige schon im Polizeiauto die Brandlegung in Überherrn zugegeben haben. Und nicht nur das. Auch die Feuer-Serie in der voraus gegangenen Nacht in Saarlouis könnte auf seine Kappe gehen. Die Polizei bestätigt, dass die Person als der Tatverdächtige gilt und man von einem Einzeltäter ausgeht.. Derzeit sitzt er noch in der Vernehmung. Neben den Feuern in Überherrn und Saarlouis gibt es derzeit noch zwei weitere Fahrzeugbrände, bei denen die Polizei von Brandstiftung ausgeht. In der Nacht zum Sonntag brennt ein Audi in der Bahnhofstraße in Wadgassen ab, gestern Abend geht eine Mercedes E-Klasse in der Hohenzollernstraße in Saarbrücken in Flammen aus. Insgesamt entstand seit Sonntag rund 150 000 Euro Schaden durch brennende Fahrzeuge, in einem Fall wurde auch ein Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. In einem weiteren Fall brannte ein Fahrzeug direkt an einem Wohnhaus, sodass Menschenleben auf dem Spiel standen.

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