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Polizei prüft, ob weitere Fälle auf Konto des obdachlosen Brandstifters gehen

Überherrn: Der Mann, der gestern nach einer Brandstiftung an mehreren Fahrzeugen in Überherrn festgenommen wurde, hat im Verhör auch die Brände in der Nacht zuvor in Saarbrücken und Saarlouis gestanden. Es ist ein 26 Jahre alter Deutscher von kasachischer Abstammung, der derzeit obdachlos ist. Weil er keinen festen Wohnsitz hat, besteht Fluchtgefahr, sodass die Staatsanwaltschaft Saarbrücken einen Antrag auf Haftbefehl gestellt hat. Der Mann wird heute einem Richter vorgestellt, der darüber entscheidet, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft kommt. Derzeit prüfen die Ermittler der Polizei, ob der Deutsch-Kasache auch für weitere Taten in Frage kommt. So war bereits in der Nacht zum Sonntag in der Bahnhofstraße im Wadgasser Ortsteil Hostenbach ein geparkter Audi A 3 unter der Autobahnbrücke völlig ausgebrannt. Auch in diesem Fall gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Und der Tatort des brennenden Audis liegt nicht weit entfernt von der Zilleichsstraße im Völklinger Stadtteil Wehrden. Dort hatte es in den letzten zwei Wochen drei Fälle von Brandstiftung in einem Gebäude gegeben, das derzeit aufwändig saniert wird und in das später von der Caritas für Flüchtlingsarbeit genutzt werden soll. Das Gebäude diente früher als städtische Unterkunft für Obdachlose, es ist also gut möglich, dass der obdachlose Auto-Zündler einen Bezug dorthin hatte. Die Brände in Wehrden streitet der Mann, der psychisch auffällig sein soll, allerdings ab. Die Polizei will nun weitere Brandstiftungen in der Vergangenheit prüfen und ermitteln, ob der 26-Jährige dafür in Frage kommen könnte. Bei den bisher begangenen und gestandenen Taten in Saarbrücken, Saarlouis und Überherrn entstand Sachschaden von über 150 000 Euro. Ob der Mann im Falle einer Verurteilung seinen Opfern den Schaden ersetzen werden kann, bleibt fraglich.

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