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Bundespolizei entdeckt vier Flüchtlinge auf Lkw-Ladefläche

Neunkirchen: Letzte Woche Donnerstag staunen Einsatzkräfte der Bundespolizei auf der A 8 bei Neunkirchen nicht schlecht. An einer Notrufsäule in Fahrtrichtung Luxemburg steht auf dem Standstreifen ein Sattelschlepper mit rumänischen Kennzeichen, dessen Fahrer auf sich aufmerksam macht. Der Mann hat im Außenspiegel eine Ausbeulung in der Plane seines Sattelschleppers festgestellt, die aussieht wie ein menschlicher Körper. Er hält an und ruft die Polizei. Als die Beamten der Bundespolizei die Ladefläche öffnen, entdecken sie dort drei Erwachsene und ein Kind. Alle sind glücklicherweise wohlauf und die Ausbeulung in der Plane entstand wohl nur, weil sich jemand dort anlehnte.
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Wie spätere Ermittlungen ergeben, dass es sich um einen 20-jährigen Liberianer, eine 28-jährige Kamerunerin sowie eine 34-jährige Nigerianerin mit ihrer sechsjährigen Tochter handelt, die alle keine Ausweispapiere bei sich haben. Nach den bisherigen Ermittlungen der Bundespolizei nutzte der rumänische Trucker mit seinem Sattelschlepper von Novara in Italien nach Freiburg einen Autoreisezug.
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Nach dem Verladen des Lkws legte sich der Fernfahrer in einem Abteil des Zuges schlafen. Ein bislang unbekannter Schleuser verschaffte den illegalen Einwanderern in dieser Zeit durch Aufschneiden der Plane am Dach einen Zugang zum Laderaum des Lasters. Vermutlich bestiegen die Flüchtlinge den Laster mit Hilfe einer Leiter. So versteckt reisen die Geschleusten anschließend über die Schweiz nach Deutschland ein. In Freiburg wird der Laster wieder vom Zug entladen und setzt seine Fahrt in Richtung Belgien fort.
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Erst in Neunkirchen entdeckt der Fahrer seine illegale Fracht und setzt die Polizei in Kenntnis. Die weiblichen Geschleusten sowie das Kind werden von der Bundespolizei zur Ausländerbehörde nach Lebach weitergeleitet. Der liberianischen Staatsangehörigen befindet sich derzeit in Zurückschiebungshaft, weil er bereits als Asylbewerber in Italien registriert ist.

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