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Bundespolizei jagt Kriminelle mit Hubschrauber an der Saar-Grenze

Saarbrücken: Seit das Schengener Abkommen in Kraft ist, sind generelle Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union nicht mehr erlaubt und die Bundespolizei nur noch stichprobenartig Kontrollen an der Grenze durchführen. Das wird auch immer wieder gemacht, aber die Beamten befürchten, dass sich ihre Kontrollen schnell herumsprechen und Kriminelle dann Ausweichrouten zur Einreise ins Saarland wählen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Bundespolizei heute zum wiederholten Mal ein ungewöhnliches Verfahren eingesetzt: Die so genannte Hubschrauber-Sprungfahndung. Dabei kommt ein Hubschrauber vom Typ Airbus H155 zum Einsatz. Er ist nicht im Saarland stationiert, aber immer schnell da, wenn er benötigt wird. Der Heli holt an der Goldenen Bremm mehrere Beamte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit MKÜ ab.
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Dann fliegt er die Beamten innerhalb weniger Minuten zu einem zuvor ausgewählten kleinen Grenzübergang. Dort steigen die Beamten der MKÜ aus. Alles Material, was sie zum schnellen Aufbau eines Grenzkontrollpunkts brauchen, haben die Polizisten dabei. Dazu gehört neben Material zur Verkehrssicherung auch ein Fahndungscomputer. Nicht mehr als drei Minuten brauchen die Bundespolizisten, um die Kontrollstelle aufzubauen.
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Jetzt werden bis zu einer Stunde lang Fahrzeuge ausgewählt, herausgewunken und anschließend kontrolliert oder durchsucht. Der Super Puma fliegt in der Zwischenzeit zurück zur Goldenen Bremm, nimmt eine andere MKÜ-Einheit auf und setzt sie an einem anderen Kontrollpunkt wieder ab. Insgesamt drei MKÜ-Teams springen so von Grenzübergang zu Grenzübergang, was den Namen Sprungfahndung erklärt. Heute waren unter anderem eine Landstraße im Saarlouiser Stadtteil Beaumarais und der Grenzübergang zwischen Perl und dem französischen Apach dran. Ergebnisse sind derzeit noch nicht veröffentlicht worden.
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