Corona-Krise: Im Saarland werden dringend Blutspenden benötigt

Saarbrücken: Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann ruft am heutigen Samstag zu Blutspenden auf. Gemeinsam mit den saarländischen Blutspendediensten, dem Universitätsklinikum des Saarlandes und der Blutspendezentrale Saar-Pfalz werden alle Saarländer gebeten, schnellstmöglich ihr Blut zu spenden. Grund ist, dass viele Blutspendedienste eine spürbar gesunkene Spendenbereitschaft der Bevölkerung durch die Coronavirus-Epidemie feststellen. Bachmann erklärt: „Das Corona-Virus führt zu einem deutlichen Rückgang von Blutspenden. Der Besuch eines Blutspendetermins erhöht allerdings nicht das Risiko für eine Ansteckung mit dem Corona-Virus. Hier gelten sehr hohe Hygienestandards, so dass für Blutspender keine Gefahr zur Ansteckung mit einer Infektionskrankheit besteht.“ Blutpräparate haben oft nur eine kurze Haltbarkeit. Deshalb wirken sich schon Spendenrückgänge um wenige Prozent deutlich auf den Bestand der Blutkonserven aus.

Weiter nach der Werbung
Bachmann weiter: „Um die Versorgung weiterhin gewährleisten zu können, bitte ich gesunde Bürgerinnen und Bürger, weiterhin regelmäßig die lokalen Blutspendestationen aufzusuchen. Wie immer gilt natürlich: Menschen mit grippalen Infekten oder oder Erkältungs-Symptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einem Blutspendedienst oder einer Blutspendenaktion machen.“
Weiter nach der Werbung
Wer mit grippalen Symptomen bei der Blutspende erscheint, wird von den anwesenden Ärzten wieder nach Hause geschickt. Das gilt auch für Personen, die sich vor Kurzem in den vom Corona-Virus betroffenen Risikogebieten aufgehalten haben oder Kontakt mit einer infizierten Person hatten.
Weiter nach der Werbung
Wer Blut spenden will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und darf nicht weniger als 50 Kilo wiegen. Erstspender dürfen höchstens 68 Jahre alt sein. Innerhalb eines Jahres dürfen Frauen höchstens viermal und Männer sechsmal Blut spenden. Schwangere, stillende Mütter und Frauen, die im letzten halben Jahr ein Kind zur Welt gebracht oder eine Fehlgeburt erlitten haben, dürfen nicht Blut spenden. Beim Blutspendedienst West gibt es einen kleinen Check, mit dem man klären kann, ob man als Blutspender in Frage kommt.

Werbung