Einfühlsame Feuerwehrmänner retten Mann vor dem Ertrinken aus der Saar

Saarlouis: Dramatische Szenen am heutigen Montagnachmittag in Saarlouis. Kurz nach 15 Uhr hält ein Mann mit seinem Wagen mitten auf der Gustav-Heinemann-Brücke an und steigt aus. Er steigt über das Brückengeländer und springt in die Tiefe. Der Mann überlebt den Sturz in die Saar und schwimmt dann vollständg bekleidet flussabwärts Richtung Merzig. Augenzeugen wählen geschockt den Notruf. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rücken zum Saarufer an der Eisenhüttenstädter Allee aus. In Höhe eines Schiffsanlegers haben die Retter erstmals Kontakt zu dem Mann im Wasser. Sie versuchen, ihn zum Schwimmen ans Ufer zu bewegen, allerdings ohne Erfolg.

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Weitere Feuerwehrleute machen sich mit Trockenanzügen und an Leinen gesichert bereit, ins Wasser zu gehen. Dann tasten sich zwei Feuerwehrleute auf einem Schlauchboot behutsam an den Mann im Wasser vor. Einer der Helfer spricht beruhigend auf den Mann ein und fragt, ob sie ihm helfen können, an das Flussufer zu gelangen. Mehrfach reicht der Feuerwehrmann dem Schwimmer den Stiel seines Paddels. Nachdem der Mann, der sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet, Vertrauen zu den Helfern gefasst hat, steigt er endlich in das Boot.
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In der Nähe des Ufers warten bereits die Feuerwehrleute mit Trockenanzügen auf das Boot. Sie helfen dem Mann beim Aussteigen. Am Ufer übernehmen andere Feuerwehrleute den Patienten und führen ihn in einen Rettungswagen, wo er vom Notarzt untersucht wird. Offensichtliche Verletzungen hat der Mann nicht erlitten. Er wird in ein Krankenhaus gebracht. Nach etwa einer halben Stunde ist der Vorfall für die Retter erfolgreich beendet, das Boot wird wieder an Land geholt.
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Im Einsatz sind die Löschbezirke Innenstadt, Saarlouis-Ost und Lisdorf, außerdem ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes Saarlouis und drei Kommandos der Polizei.

Hilfe für Betroffene: Wenn auch dich Suizidgedanken beschäftigen sollten, findest du unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 111 0 111 bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr anonym Hilfe und Beratung. Um mögliche Nachahmungen zu vermeiden, berichten wir nur über Suizidfälle, wenn die Tat große Aufmerksamkeit erfahren hat beziehungsweise ein Unfall oder eine Straftat nicht auszuschließen sind.

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